Sticky Mein erster Bericht

      Mein erster Bericht

      So nun ist es soweit!! :zwink:

      Meine Lehre zum Uhrmacher habe ich ja schon etwas länger begonnen :thumbs:,aber nun möchte ich die Forumsmitglieder auch ein Stück weit daran teilhaben lassen! :Flöt:

      Irgendwann werde ich auch mal Bilder von meinem Umfeld und von meiner wohnung mit dem herlichen Ausblick einstellen.

      Doch jetzt will ich euch nicht zu lange warten lassen!! :roll:

      Meinen Bericht beginne ich mit einer Aufgabe die ich letzte Woche zu bewältigen hatte :roll:

      Alles begann damit das ich diese tolle Uhr auf meinen Arbeitstisch bekam:




      Meine Aufgabe solte es nun sein das Band aufzuarbeiten!
      Doch ich fragte mich erst einmal wie kann man eigentlich feststellen ob eine Golduhr wirklich aus Gold ist? grb:

      Lange gegrübelt und schließlich meinen Meister gefragt der prompt mit mehreren Fläschen ankam: :bravo:




      Nun wurde etwas von dem Bandende auf einen Stein abgerieben genau drei mal, sodass auf jeden Fall mehr als nur eine Vergoldung abgetragen wird.

      Das Ergebniss ist auch dierekt deutlich zu erkennen: :jump:
      :jump: :jump: :jump:


      Also es handelt sich um ein 18k Masivgoldband und Gehäuse von dem ich jedoch nur das Band aufarbeiten durfte :motz:

      Zur Erinnerung noch mal ein Bild von dem Band:




      Jetzt hieß es auf zur Poliermaschine und die richtigen Polierscheiben benutzen:



      Nach etwa zwei Stunden kam ich erschöpft doch mit freude über das Ergebnis zurück zu meinem Arbeitstisch.

      Das ist nun mein Ergebnis(das Gehäuse hab ich auch noch mal schnell in einem Ultraschallgerät gereinigt):





      Das war nun meine erste Story von meiner Ausbildung ,hoffe sie hat euch gefallen.
      Nächste Woche werde ich euch ein paar Bilder von unserer Werkstadt und den verschedenen gerätschaften einstellen.

      Liebe Grüße euer Tojo
      erstmal Danke für den Bericht. :jump:

      Dann..... ich bin erstaunt wieviel Polierscheiben ihr habt.
      Wir hatten in meinem Lehrbetrieb (Büchsenmacher) nur 2, eben die die auf der Maschine drauf waren.

      Zudem hatten wir keine Abdeckung, was bedeutete, daß man den Dreck abbekam.
      Wir hatten z.B. grünes Poliermittel (in Stangenform) und nach dem Polieren sah man beinahe so aus, als hätte man ´ne Geschichtstarnung von der Bundeswehr.

      PS.:
      Ich sah gerade, daß ich auch das weiße (feine) Polierzeug habt wie wir es auch hatten.

      Und nochwas - Deine Arbeit kann sich auch sehen lassen!
      Vielen Dank!!! :blum:

      Also ich muss schon sagen, dass deine Arbeit erste Sahne ist... :bravo:

      ...diese schöne Uhr glänzt nach dem Eingriff ja wie neu!!! SUPER!!! :bravo:
      Also in diesem Bereich hast du wirklich talent... :thumbs:
      @Kalli: Büchsenmacher hört sich äußerst interessant an!bin sehr neugierig was das angeht:-)!!Würde mich über ein Gespräch in Ruhe sehr freun oder man sieht sich mal bi einem Forumstreffen

      Zu den Polierscheieben:

      Die weiße Poliermasse ist bei uns für Plexigläser dazu verwenden wir eine mittelharte scheibe.
      Normale Polierscheiben mit blauer poliermasse benutzen wir für Stahl.
      Jetzt haben wr nur noch Rote Poliermasse und die wird bei uns für Gold verwendet.


      Zur erklärung wie ich das Band bearbeitet habe:

      1.Band poliert

      2.Mittelteil abgeklebt und die äußern seiten mattiert mit der dementsprechnden mattierscheibe!! :thumbs:

      3. Band von dr unterseite mattiert.

      Das ganze ist schon eine ganz schöne arbeit aber man freut sich einfach über das Egbniss :Flöt: :Flöt:
      Für mich gibts drei Handwerksberufe die für mich das höchste darstellen (Reihenfolge ist dabei keine Wertung)

      Uhrmacher
      Büchsenmacher
      Goldschmied

      Ich bin froh darum, daß ich einen davon erlernen durfte.
      Zu den Polierpasten:

      Wir hatten zuerst nur die grüne, dann haben wir die weiße bekommen und mit der dann nachpoliert - auf Hochglanz.

      Es sieht schon wunderbar aus, wenn ein (Gewehr-)Lauf der auf Hochglanz poliert wurde, dann brüniert wird. Die Brünierung ist dann nicht nur schwarz, sondern schimmert Tiefblau-Schwarz. Dann noch ein paar Teile wie Schrauben dazu die Gelb angelassen wurde, das sieht wahnsinnig gut aus.

      Aber - was ch als Büchsenmacher nie verstanden habe....
      Bei uns werden, vor allem bei hochwertigen Waffen, die Schrauben "auf Strich" gestellt. Das bedeutet, man fertigt seine Schrauben per Hand so, daß der Schraubenschlitz längs zur Waffe ist - praktisch ist dann der Schraubenschlitz parallel zu den Läufen. Jede Schraube hat also ihren Schraubenschlitz gleich ausgerichtet. Selbst im inneren der Waffe wird, wenn der Preis dementsprechend hoch ist, dieses "auf Strich stellen" gauestens eingehalten.

      Das sieht ordenlich aus - wenn ich mir dagegen Uhren mit Goldchatons ansehe....
      Die sehen (so finde ich) aus wie "Kraut und Rüben". Das wirkt für mich unglaublich unruhig - ja ich finde es sogar regelrecht schlampig.

      Natürlich muss da dann jedes Schräubschen von Hand gefertigt werden und von unten (also von oben unsichtbar) markiert werden, daß man beim Wiederzusammenbau nicht Wahnsinnig wird, aber bei Hochpreisigen Uhren müsste doch sowas drin sein......
      Ist´s aber nicht und da hab ich mich immer gefragt warum??

      Edit:
      hab mal schnell gegoogelt und bei Wikipedia ein Bild gefunden, auf der drei Schrauben (in dem silbernen Teil =Basküle) auf Strich gestellt sind. Der Schraubenschlitz ist zwar erschreckend breit, aber so sieht man sie wenigstens:
      upload.wikimedia.org/wikipedia/de/d/d6/BDFAuswerfer900.jpg
      na wenn Hier jetzt alle posten darf ich ja hoffentlich auch... grb:

      Super Bericht Tojo :thumbs: :thumbs: :thumbs:

      Andere Foren währen froh solche Berichte zu Gesicht zu bekommen....

      ich freue mich schon auf den nächsten... bitte bitte lasse uns nicht zu lange warten :blum: