Glycine Airman - die Fliegeruhr

      Glycine Airman - die Fliegeruhr

      Wenn man sich mit Fliegeruhren auseinandersetzt, dann darf ein Klassiker nicht unerwähnt bleiben: Die Glycine Airman

      Die klassische Airman hat ein 24-Stunden Ziffernblatt und einen arretierbaren Drehring ähnlich der Longines Weems.

      Das aktuelle Buch des Niederländers André Stikkers läßt kein Kapitel in der Geschichte dieser legendären Fliegeruhr offen und schildert ihren Werdegang von den Anfängen in den 50er Jahren über die militärische Nutzung im Vietnamkrieg bis in die jüngste Zeit. A real must have !

      Anbei ein Quickshot auf der Fensterbank.

      Gruß,

      Walter
      Bilder
      • Glycine Airman - Felsa 1.jpg

        33,66 kB, 800×582, 108 mal angesehen

      RE: Glycine Airman - die Fliegeruhr

      Original von travis1963
      Wenn man sich mit Fliegeruhren auseinandersetzt, dann darf ein Klassiker nicht unerwähnt bleiben: Die Glycine Airman


      Bin Deiner Meinung, Walter.
      Ist eine interessante Uhr, die auch optisch gefällt.

      Hier bsw. eine Kleinigkeit von Normen :

      Die Uhr als Kompass – oder: wie ich zu meiner Airman 2000 kam


      Glückwunsch, Walter. :blumen:


      Gruß

      Robert

      RE: Glycine Airman - die Fliegeruhr

      [quote
      Hier bsw. eine Kleinigkeit von Normen :

      Die Uhr als Kompass – oder: wie ich zu meiner Airman 2000 kam
      [/quote]

      In dem genannten Beitrag ist eine Bild zur Positionsbestimmung eingefügt, mit dem entsprechenden Text.
      "...Nein, zusätzlich kann man mit Hilfe des 24-Stunden-Zeigers in Verbindung mit dem normalen Stundenzeiger tagsüber (zumindest wenn die Sonne zu sehen und die 24-Stunden-Anzeige auf die lokale Ortszeit eingestellt ist) auch die Himmelsrichtungen bestimmen. ..."


      Das Bild als Erklärung des Textes ist natürlich vollkommen verkehrt, wie man leicht am dargestellten Besipiel erkennen kann:
      Der Nordpfeil auf dem Bild zeigt auf ca. 245°, also WSW...
      - kurz die Grundlagen:
      360° Sonnenbewegung in 24 Stunden, also 15°/h
      10:00 Ortszeit = Sonnenstand bei 150°, also grob SSW.....
      Bei einem 24-h-Zifferblatt zeigt die Zahl 24 IMMER auf Nord ( dementsprechend 6-Ost, 12-Süd, 18-West), wenn die Sonne auf den Stundenzeiger gelegt wird, ist gerade der Gag dabei..., keinerlei Umrechnung/ Daumenregel, wie beim normalen Zifferblatt...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bat-Flight“ ()

      Die Geschichte der Airman hat ihren Anfang im Jahr 1953, als Samuel W. Glur - Angestellter der Glycine Altus Company - sich mit einem Piloten unterhielt.

      Auf einem Linienflug zwischen Bangkok un Calcutta durfte er die Zeit an Bord einer Douglas DC-4 im Cockpit neben dem Kapitän verbingen. Kapitän Chat Brown gab ihm die Inspiration für eine kompromisslose Fliegeruhr, da dem Praktiker die damals gängigen Modelle unzureichend erschienen. Eine der wichtigsten Anforderungen war neben dem 24-Stunden Ziffernblatt eine zweite Zeitzone in Form einer drehbaren Lunette.

      Glur berichtete kurz darauf seinem Chef in der Schweiz per Brief von dieser Unterredung und so wurde die Glycine Airman geboren. Das Modell wurde später sehr beliebt bei Piloten von zivilen Luftfahrtgesellschaften aber auch als privat beschaffte Uhr bei der US-Air Force.

      Gruß,

      Walter :zwinkern:
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Diese Version der Airman ist großer Mist und war fast der Sargnagel von Glycine.
      Im Gegensatz zu den frühen Versionen mit Felser Werk hat diese Uhr keinen verschraubten Boden, sondern einen gedrückten. Und war damit sehr anfällig gegen Feuchtigkeit.
      Bei mir hat sich diese Uhr vor Jahren verabschiedet, als ich im Sommer in London landete und ich die Uhrzeit nicht abgelesen konnte, weil das Glas so beschlagen war.
      VG, Günter
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin

      wristwatch schrieb:

      Schöne Uhr hatte ich auch mal aber mir etwas zu klein wobei ich aber glaube das diese Uhr neu vernickelt ist
      auch schreibt er "ohne Sekundenstopp" obwoul man bei der 24 das Loch sieht. Besser man schreibt Sekundenstopp kaputt
      aber das klingt dann halt nicht so fein.


      Soweit ich mich erinnere hat die Airman ein Stahlgehäuse. Wenn man diese Uhr haben will, dann sollte man darauf achten, dass der "Hacking Wire" funktioniert. Das ist ein kleiner Stift, der bei ziehen der Krone an der "12" rauskommt um den Sekundenzeiger anzuhalten.
      Wenn Interesse besteht, dann kann ich einen interessanten Artikel zur vintage Airman einstellen.
      Ist übrigens die klassische Fliegeruhr des Vietnam Krieges.
      VG, Günter
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin
      Nur noch wenige haben den Hacking wire noch. Du gehst sehr hart mit der Uhr ins Gericht. Für mich ist das eine historische Fliegeruhr schlechthin mit allen Mankos. Es ist schwer, eine vernünftige zu bekommen.

      Zeig ruhig mal den interessanten Artikel. ;)

      VG Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      hier ist der Beitrag. Ist etwas umständlich abgespeichert. Bitte hintereinander lesen.
      VG, Günter
      Bilder
      • chronos1-1000.jpg

        169,49 kB, 720×1.000, 89 mal angesehen
      • chronos2-1000.jpg

        162,08 kB, 728×1.000, 82 mal angesehen
      • chronos3-1000.jpg

        190,02 kB, 758×1.000, 73 mal angesehen
      • chronos4-1000.jpg

        245,41 kB, 708×1.000, 95 mal angesehen
      • chronos5-1000.jpg

        186,19 kB, 739×1.000, 86 mal angesehen
      • chronos6-1000.jpg

        158,55 kB, 733×1.000, 101 mal angesehen
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin

      Balu53 schrieb:

      Diese Version der Airman ist großer Mist und war fast der Sargnagel von Glycine.
      Im Gegensatz zu den frühen Versionen mit Felser Werk hat diese Uhr keinen verschraubten Boden, sondern einen gedrückten. Und war damit sehr anfällig gegen Feuchtigkeit.
      Bei mir hat sich diese Uhr vor Jahren verabschiedet, als ich im Sommer in London landete und ich die Uhrzeit nicht abgelesen konnte, weil das Glas so beschlagen war.
      VG, Günter


      Mohoin.

      In dem Bericht hier steht aber genau das Gegenteil, also, dass der gedrückte Boden besser abdichtet, weil er, nicht wie die geschraubten, die Dichtung nicht zerquetscht!

      Wie dem auch sei=> ich werde mir auch iwann eine Glycine Airman kaufen. Hätte ich mir nicht grad die Scubapro gekauft, wäre es wohl auch eine geworden! Und das schöne bei diesen Uhren=> man kann sich die auch mit nem schmalen Geldbeutel kaufen, denn für eine echte Einsatzuhr mit den Ausgangsdaten, ist die Glycine Airman n Schnapper!

      Gruss
      Die Glycine Airman ist hinsichtlich ihrer Bedeutung in der Geschichte der Fliegeruhr völlig unterbewertet. Das hat Du gut erkannt. Irgendwann wird Hodinkee sie zum dreifachen Marktpreis verkaufen und den Preis in die Höhe treiben. Aber auch ohne Spekulation ist sie einfach eine sehr schöne und interessante Fliegeruhr.

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Ich hab sie gekauft :D
      57er Jahrgang mit Felsa Werk, Schraubboden und hacking Feature.
      Bilder gibt's, wenn ich sie habe.
      VG, Günter
      Bilder
      • s-l1600 (8).jpg

        344,7 kB, 1.200×1.600, 49 mal angesehen
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin