Auszeichnungs- und Militäruhren der DDR

      Hallo Christoph,

      die Frage wäre, wo du wohnst. Werner Heinrich aus Sachsen ist mir bekannt als jemand, der sich gern vertrauensvoll einem solchen Vorhaben widmet. Wenn du bereit wärest, die Uhr auch auf die Reise zu schicken, gibt es einige Optionen, z.B. auch in Glashütte selbst. Spezichron-Zeiger (original) sollten generell auch heute noch kein Problem sein. Ausserdem ist die Uhr zwar nicht mehr original mit nachgefertigten Zeigern, aber dennoch ein sehr schönes Exemplar. Glashütte-Uhren sind nicht unecht, nur weil Ersatzteile aus heutigen Tagen eingebaut werden. Sie stammen halt nur nicht mehr aus Original-GUB-Produktion. Du musst aber sicher damit rechnen, dass genau diese Zeiger sehr selten sein dürften und du mit durchaus erheblichen Kosten rechnen müsstest, die eine Revision (ohne originale Ersatzteile so um die 100 EUR) deutlich höher liegen dürften. Die Zeiger, die du eingebaut hast, kosten nach meinem Kenntnisstand so um die 15 EUR und wurden nachgefertigt.

      Gruss Ron
      Vielen Dank, Ron. , Da das zu Ver platt Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Glashütte Original (wenn du das mit der Option in Glashütte selbst gemeint hast) sehr teuer ist. Die Zeiger stören mich hinsichtlich der Optik , da Das Zifferblatt eine schöne Alterung and aufweist und die neuen Zeiger sich da und schönen abheben.Herrn Heinrich könnte ich mal anfragen, vielen Dank für den Tipp. Versenden ist kein Problem. Ich wohne in München oder ist vermutlich die Ersatzteilsituation für diese Uhren schlechter als in Sachsen.
      Hallo Christoph,

      ich meine nicht die Werkstatt im Museum, die ist tatsächlich sehr gut, aber auch maximal teuer. Eine Revision und ein Tausch der Zeiger würde vermutlich teurer sein, als der Kaufpreis der Uhr in der Bucht. Versuche es mal bei Herrn Schumann in Glashütte (webpage) oder schreibe Herrn Heinrich an (Werner Heinrich hat auch das sehr gute Werk zu GUB-Uhren verfasst). Ausserdem könnte Auch HerrDonner helfen, den man ohne weiteres auch zu diesem Thema anschreiben kann. Originale Zeiger wird sehr schwer. Du müsstest telefonieren. Versuche auch mal Uhren Schwartzer in Magdeburg. In Bayern wirst du vermutlich nicht fündig. Alle Fachleute, die Uhren mit den „Taucher Zeigern“ im Original noch haben werden, können schon aufgrund der Nichtverfügbarkeit kaum auf ihre Schätze verzichten. Ist halt wie bei Oldtimern auf dem Fahrzeugmarkt... Sorry...

      Der Einzige, bei dem ich mir theoretisch vorstellen könnte, dass er sowas im „Giftschrank“ lagernd vorhalten könnte, ist Erich hier aus dem Forum und der wird sie sicher für seine phänomenalen Exemplare selber vorhalten (müssen).

      Einen „Geheimtipp“ hätte ich noch... In Frankreich und auch inPforzheim wurden etwa zeitgleich deutlich mehr sehr ähnliche Modelle mit eigentlich vergleichbaren Zeigern hergestellt (z.B. Le Forban oder Astreé). Man findet sie auch auf diversen Plattformen zum Kauf. Sehr ungepflegte Modelle kosten nicht allzu viel. Vielleicht kannst du eine solche als „Ersatzteilspender“ zum Ausschlachten erwerben. Die hätten dann auch Zeiger mit Patina (zumindest, was die Jahre betrifft).
      Spezichron 11-25!

      In der Bucht gibt es eine Spezichron Kal. 11-25 ohne Datum: 352764395994

      Gehäuse/Glas arg abgenutzt, aber Blatt und Zeiger „erstaunlich“ gut erhalten, wenn man den Bildern Glauben schenkt.

      Dennoch nur selten zu bekommen. Für Interessierte sei es hier vermerkt!
      123886034554

      Buchtangebot... Kommentar von Erich erbeten... Offenbar 20 ATÜ Gehäuse, aber mit Garantieschein für eine 6 ATÜ-Uhr aus 1975/1976? Da passt doch was nicht zusammen... An sich selten, aber aus meiner Sicht nicht stimmig... Ich bin an dieser Gehäuseform interessiert, aber es handelt sich m. E. nicht um ein originales Gesamtpaket...
      Ich hab das Angebot ebenfalls gesehen, diese Unstimmigkeit ist mir auch aufgefallen.
      Theoretisch könnte es sein, dass die Uhr im zivilen Verkauf eben nur mit 6 atü ausgewiesen wurde. Das ist aber reine Spekulation, ich sehe keine Anhaltspunkte die darauf hindeuten (Nummer, Werk...)
      Die normale Version hatte einen anderen Schein...

      Bild vom Werk eingestellt, aber Fragen nicht beantwortet und Produktionszeitraum nicht eindeutig zu identifizieren... Wenn 761, dann realistisch, wenn 781, dann keine Deckungsgleichheit mit Papieren. Wäre schade und nicht akzeptabel, wenn so vorgegangen würde...
      Behalten, Erich... Behalten!! Was sind schon paar läppische Euro, wenn man weiss, dass vielleicht noch 10-20 Uhren dieser Art frei am Markt vinkulieren könnten... Dennoch sehe ich hier erst den Anfang eines Revivals von seltenen Modellen der GUB, welches durch die Glashütte Original Spezialist Kollektion der nächsten Jahre weiter befeuert werden wird. Glashütte Original hat endgültig sein DDR-Erbe geadelt..

      Wenn das die Kombinatsleitung der 80er Jahre geahnt hätte...

      meine 6Atü bleibt im Schrank!
      Es ist bekannt, dass die DDR jene seltenen und interessanten Edelstahluhren mit Importierten RP Gehäusen aus Pforzheim herstellte. Im Gegenzug wurden in Glashütte bei der GUB Uhren mit dem Zifferblattaufdruck "Meister Anker" für den Westmarkt (Quelle Vertrieb) gefertigt. Wie sehr man miteinander verwoben war, zeigt diese sehr seltene Uhr der Marke ANKER-Super, die zum Uhrenhersteller Epple in Pforrzheim gehörte. Unter dem Label ANKER, nicht zu verwechseln mit Meister-Anker, wurden in den 70 Jahren ca 500.000 Uhren pro Jahr produziert. Dabei wurden Sortimente verschiedener Hersteller verwendet von preiswert bis qualitativ hochwertig. Es gab offenbar auch ANKER Uhren, die von RUHLA gefertigt wurden. Die Verflechtung war also auch hier gegeben. Die abgebildete ANKER Super 100 ist nun insofern sehr spannend, als das sie eine Art Missing Link zwischen den GUB Uhren mit RP Gehäusen und dem Westmarkt darstellt. Das Gehäuse der ANKER ist ebenfalls ein 20 atü RP Gehäuse, Modell TS 200. Das Zifferblatt und die Bakelitelunette entspricht exakt den Komponenten, die sich auch in GUB Uhren finden. Allerdings ist das Werk ein PUW Kaliber aus westdeutscher Produktion. Dieser Fund macht den Produktionsstandort für diesen Uhrentyp im Raum Pforzheim sehr wahrscheinlich. Dort wurde wohl auch dieser Typ ZB für die GUB gefertigt. Das hier gezeigte Gehäuse weicht allerdings in seiner Formgebung von den GUB Gehäusen ab. Es finden sich auch Uhren anderen Uhren mit diesem Gehäuse aber eben ohne das markante "GUB Zifferblatt".

      Gruß, Walter

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      • GH Spezichron 11-26 11-27.jpg

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      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Sehr schöner Beitrag, Walter! Die Anker-Super waren mir bislang gänzlich unbekannt. Übrigens dauert die Zusammenarbeit Glashütte-Pforzheim bis zum heutigen Tage an. Die Ziffernblätter der Glashütte-Original Uhren (auch der SeaQ1969) werden im GO-eigenen Betrieb in Pforzheim hergestellt. Wenn mich nicht alles täuscht, handelt es sich dabei um den ehemals eigenständigen Betrieb Th. Müller. GO hat in Pforzheim ca. 7,5 Millionen EUR investiert. Zwar reduziert die Herstellung der Ziffernblätter die Wertschöpfung am Standort Glashütte etwas, aber die Entscheidung für Pforzheim gründet sich in der „Wissenschaft für sich“ der Ziffernblattherstellung und den Geschäftsbeziehungen zwischen Th. Müller und der GUB seit 1953. Übrigens werden 95% der Wertschöpfung der GO-Uhren am Standort Glashütte in Manufakturarbeit generiert.

      Zum Thema der Verwendung der „RP TS 200“-Spezimatics im Kontext Taucheruhr und möglicher militärischer Nutzung sei hinzugefügt, dass wohl belegbar ist, dass die Uhrenfertigung in Ruhla Ende der 80erJahre
      tatsächlich im Auftrag des Staates eine Taucheruhr zur militärischen Verwendung konzipiert und hergestellt hat. Die Firma TUW
      Ruhla hat 2017 eine Hommage an die Ruhla-„Kampfschwimmeruhr“ aufgelegt, interessanterweise mit einem „Vostok-Automatikkaliber. Zu sehr erschwinglichen Preisen ist dort eine Auswahl an Modellen käuflich zu erwerben. Ein Blick lohnt sich meiner Meinung nach...

      tuw-ruhla.de

      Gruss
      Ron