Auszeichnungs- und Militäruhren der DDR

      Ich möchte nicht fragen, ob der Erwerb einer SeaQ für einige von Euch in Frage kommt. Meine Recherchen haben ergeben, dass die limitierte Version (Zitat): „... hoffnungslos überzeichnet ist.“

      Offenbar gibt es lange Wartelisten und die Hoffnung auf ein „Schnäppchen“ einige Zeit nach der Auflage im Oktober 2019 zum Zuge zu kommen, dürfte sehr gering sein. Zumal bei den 69 Stück nicht damit zu rechnen ist, dass diese zu einem Preis unterhalb des Verkaufspreises angeboten werden dürften.
      Das ist eine schöne Uhr mit historischen Hintergrund. Ich bevorzuge aber die Originale, bei denen es immer noch viel zu entdecken gibt. Besonders die Rolle dieser Uhren in der Volksmarine bedarf noch einiger Recherchen und Informationen wie einst bei den Fliegeruhren.

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      ...sind nur NOCH SCHWERER zu bekommen, aber eigentlich ist das auch gut so! Das macht doch die Würze unserer Sammel- und Informationsleidenschaft aus! Insbesondere, da es keinerlei Chance auf eine Wiederkehr der Herstellung gibt! Ein Feld, welches man täglich beackern kann...

      Die Energie muss darauf gerichtet werden, nun alle greifbaren und verlässlichen Informationen zu sichern, um neben den spärlichen Dokumentennachweisen noch so viele Informationen von Zeitzeugen zu erhalten, wie nur möglich!
      Ich würde diesen tollen Faden gern mit ein paar Auszeichnungsuhren aus Ruhla abrunden, tue mich aber schwer die Bilder hochzuladen.
      Gibt es irgendwo eine Anleitung?
      Ich glaube jetzt habe ich es.
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      Viele Grüße
      Mario
      Das ist die erste Quarzuhr der DDR. Dieses Vorserienmodell wurde den Delegierten des IX. Parteitages 1976 überreicht. Gehäuse und Armband sind vergoldet.

      Das Werk, Kaliber UMF 28-40, stammt zum Teil aus dem Kaliber 24, die Elektronikteile kamen noch aus den USA und Japan.
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      Viele Grüße
      Mario
      und wie man plötzlich keine Uhrmacher mehr brauchte ... :(
      Ähnliches haben wir ja gerade mit der Automobil Industrie.

      VG, Günter
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin
      Da man keine Devisen ausgeben konnte, hat man eben alles selbst gemacht. Ruhla hat ja auch seine Werkzeugmaschinen zum größten Teil selbst gebaut.
      Hier nun die Damenuhr zum IX. Parteitag, die Erich schon mal gezeigt hatte.
      Im Innern tickt das Kaliber 09-20 welches in Glashütte und in Ruhla gebaut wurde. Ruhla-Werke tragen die Bezeichnung 17 Jewels.
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      Viele Grüße
      Mario
      Auch die beiden Uhren für den X. Parteitag waren vergoldet. Beide wurden in einer Auflage von ca. 2700 Stück produziert.
      Die Herrenuhr mit dem Kaliber UMF 22-01 war noch mit einem japanischen Modul bestückt. Später wurden die meisten Komponenten selbst, im Betriebsteil Erfurt, gefertigt.
      Die Damen-Anhängeruhr besitzt ein seltenes Werk der Jugoslawischen Firma SELK. Dieses Werk wurde, meines Wissens, in keiner anderen DDR-Uhr verbaut.

      Falls ein Interesse an weiteren Ruhlauhren besteht, dann würde ich mit den Ausszeichnungsuhren weiter machen.
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      Viele Grüße
      Mario
      Die "Ehrengeschenke des Zentralkomitees der SED" gab es nicht nur als Edelstahl-Spezimatic, sondern auch mit Ruhla-Quarzwerken.
      Die ersten Uhr hat ein Kaliber UMF 14-33 (gebaut 1979-1985) und in der zweiten Auszeichnungsuhr läuft das Nachfolgekaliber UMF 13-33 (1984-1991).
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      Viele Grüße
      Mario

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      Hier zwei Uhren, die zu Ruhla-Betriebsjubiläen an verdienstvolle Mitarbeiter oder Parteikadern verliehen wurden.
      Eine 15-steinige Präzisa, ungetragen und mit dem originalem Lederband, ausgegeben zum Jubiläum 100 Jahre Uhren- und Maschinenfabrik Ruhla im September 1962. Bis vor ein paar Jahren nahm man an, dass das Gründungsdatum im September 1862 lag aber nach neusten Erkenntnissen liegt die Gründung der Ruhlaer Uhrenschmiede zwischen Juni 1861 und März 1862.

      Mit der zweiten Uhr wurden 1987 125 Jahre Uhrenwerk Ruhla gefeiert. Es gab 125 Uhren im vergoldeten Gehäuse/Armband und 125 in Chrom. Ob das Lederband original ist, kann ich nicht sagen. Ich habe mir aber das passende Metallband besorgt. Im Innern arbeitet das Kaliber UMF 13-33. Das gleiche Kaliber wie in den NVA-Kamfschwimmeruhren, nur fehlt dort das Datum.
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      Viele Grüße
      Mario