Tutima Military BUND-Chrono

      Tutima Military BUND-Chrono

      Moin zusammen,

      in der Bucht schwirren die verschíedensten Tutima-Luftwaffen-Chronos mit dem Lemania 5100 herum. Beim Zifferblatt gibt es Varianten mit dem Aufdruck "Tutima Chronograph", mal mit mal ohne Tutima-Logo. Mal ist ein "Military" unter das "Tutima" gequetscht, mal fehlt dann dafür der Tutima-Schriftzug. Kennt jemand die Original-Beschriftung der zivilen und der militärischen Zifferblätter? Oder gab es verschiedene Varianten?

      Besten Dank!

      Axel
      Nichts Schöneres unter der Sonne, als unter der Sonne zu sein. Gabriele Wohmann

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      RE: Tutima Military BUND-Chrono

      Hallo Axel,

      wie Du schon vermutest gab es über die Jahre etliche Varianten und was bei den Uhrmachern der Bundeswehr je nach Bedarf bei den Tutimas, PD-Orfinas, etc. ersetzt wurde, und welche Mischformen dabei entstanden, weiss auch niemand genau. In meiner Ersatzteilkiste habe ich noch die hier gefunden, müssten so etwa aus den späten 80ern stammen...



      Schönen Gruß

      Thomas

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      Ich möchte kein eigenes Thema starten, es gibt schon so viele zur Tutima Military Bund.
      Unten hänge ich mal ein Bild meiner Uhr an.
      Beim Bund habe ich verschiedene Versionen gehabt, anfangs waren die Drücker etwas eckiger als bei dem Exemplar unten.
      Die Uhren wurden leider nicht in Kartons mit Anleitungen ausgegeben, sondern der zuständige Bootsmann hatte eine Grabbelkiste, die Nummer wurde dann in eine Liste eingetragen. Ende der 80er war kein Herankommen an eine Heuer mehr.
      Die Tutimas sind schön, hatten aber solche Nachteile, daß ich zum Dienst nur noch eine wasserdichte Swatch trug. Heute relativiert sich das bei einem „Oldtimer“ natürlich.
      Ich regte mich damals über ein paar Dinge auf:
      1. die Uhr rippelte das Strickbündchen an der Lederjacke auf
      2. man mußte höllisch vorsichtig sein das Gummibund vom Frankenstein (Kälteschutzanzug) nicht mit dem kantigen Armband zu beschädigen
      3. aufgrund des hohen Aufbaus blieb man dauernd im Cockpit irgendwo hängen
      4. für die Drücker der Stoppuhr mußte man Kraft aufwenden, als ob man ein Stellwerk im Keller bedient
      5. die Uhr ist vergleichsweise schwer. Bei dem, was man sonst noch alles rumschleppen mußte, zählte irgendwann jedes Gewichtsgefühl

      Positiv sind die großen Drücker, die man auch mit Handschuhen bedienen kann.
      In einigen Diskotheken sah man dann die Uhren an den Handgelenken der Kameraden, dort waren sie vor den Mädels anscheinend viel besser zu gebrauchen.
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      Danke für Deine Einschätzung. Deine Kritikpunkte sind im Lastenheft nicht zu finden. Dort befasst man sich nur mit technischen Details. Ich denke die Titanversion ist deutlich komfortabler am Arm.

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Manchmal sehen die Dinge in der Praxis anders aus, dennoch ist es selbstverständlich eine großartige Uhr!
      Ich habe mit Interesse ein paar Beiträge über die Titanversion gelesen. Vielleicht ergibt sich einmal die Gelegenheit eine zum Gewichtsvergleich in der Hand zu halten.
      Ab und zu trage ich meinen Tutima-Stein ganz gerne, erinnert es doch an Zeiten, als noch ordentliche Uhren ausgegeben wurden.
      Was wird eigentlich heute beim Bund von den Fliegern getragen? Doch hoffentlich keine Boccia...
      Die Ablesbarkeit gerade bei Dunkelheit war bei den schwarzen Zifferblättern schon unschlagbar.
      Die neue M2 ist auch ein richtiger Brocken aber aufgrund des Titangehäuses und der Band-Gehäuseintegration sehr gut tragbar. Gruß, Walter
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      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Sieht gut aus. Und genau so, wie man es braucht. Ich finde die die zweite Zeitzone sehr praktisch, die Z-Zeit hat in der Fliegerei einen hohen Stellenwert. Weiter weg ist die Rechnerei mit der Stundendifferenz nervig.
      Gibt es auf den vom Bund ausgegebenen Uhren Versorgungsnummern? Müßte eigentlich...
      Die 24H Anzeige (Military Time) ist leider nur wie beim Bundeswehrmodell eine Anzeige der Heimatzeit. Man kann sie nicht zur GMT Anzeige machen. Hier geht es nur darum, Tag und Nacht nicht zu verwechseln bezogen auf die Local Time. Ist also nur für Militärflieger, die nicht über Zeitonen hinweg operieren (Kampfflieger). Ich nehme an, dass der Transallpilot aus dem oben verlinktem Beitrag deswegen die Breitling Unitime mit GMT Anzeige bevorzugte, denn als Transportflieger hat er wohl auch Zeitzonen überflogen.

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Danke für die Erklärung. In diesem Sinne finde ich heute auch die Sinn 144 GMT sehr gut.
      Die zweite Zeitzone hilft Piloten, die zu faul zum Rechnen sind, immer weiter. Am Ende des Fluges werden die Zeiten ins Flugbuch eingetragen. Die Borduhr (immer auf Z) tut es natürlich auch. Sitzt man beim Eintragen der Zeiten nicht mehr im Flieger, nutzt die aber nichts mehr. Dann schauen sich zwei Typen an und rechnen nachts mit roten Augen hin und her und überzeugen sich gegenseitig von ihren Rechnungen.
      Einige ließen die Uhr immer auf Z, dann waren die Uhrzeiten aber im normalen Leben nicht mehr zu gebrauchen (und die schnelle Abfrage „Wie spät isses denn jetzt?“ auch nicht...)
      Im Marinebereich ging es früher öfter über den Teich, dann kam man mit dem Uhrzeitstellen kaum hinterher.