Taschenuhren, gemischt

      RE: Taschenuhren, gemischt

      Sehr schön. Ich muss auch mal meine TU´s rauskramen. Die letzte war eine offene TU der belgischen Armee aus den 40er Jahren.

      TU- natürlich nicht sind wegen der großen und schönen Werke sehr interessant. Eigentlich schade, dass man sie zu Tragen kaum noch sieht außer beim Golf oder Outdoor - natürlich nicht mit Schaltradkaliber. :kaffee:

      Gruß,

      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Dann warte ich mal ab bis Ihr alle eure TU's vorgestellt habt, ich hätte da noch den einen oder anderen der von Interesse sein dürfte...z.B. die Corps of Engineers TU's, bestellt in der Schweiz und ausgeliefert für die Amerikanischen Corps of Engineers im ersten Weltkrieg :zwinkern:

      Gruß

      Jimmy
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      Don't talk to me about naval tradition. It's nothing but rum, sodomy and the lash.
      Sir Winston Churchill

      Post was edited 1 time, last by “Geronimo” ().

      Ich habe in einer zusammengewürfelten Schmuckschatulle aus Großvaters Zeiten diese Uhr gefunden.
      Das ist jetzt keine Fake-Historie, ein EK aus dem Ersten WK lag daneben. Ich schau gerade, bei welchen Uhren sich eine Revision lohnen könnte.
      Weiß jemand, was das für eine Uhr ist?
      Vielen Dank!
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      travis1963 wrote:

      Scheint eine Rosskopf-Hemmung zu sein, also eine einfache aber gut erhaltene TU eines unbekannten Herstellers.

      Nicht ganz, Walter :) . Der unbekannte Hersteller ist Thiel, wurde m.W. später zu UMF Ruhla.
      Das Modell nennt sich Surprise...
      Genauso überrascht wird der Uhrmacher sein, dem die Uhr zur Überholung anvertraut wird. Wahrscheinlich lehnen die meisten ab. Mit Reinigen ist es selten getan, da die Hemmungsteile (Ankerstifte, Körnerspitze der Unruhwelle) meist abnutzt sind.

      Gruß, Frank
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      Fliegeruhren - Hanhart Vintage Service
      Interessant, ich dachte, das wird eine kleine Fingerübung für einen „normalen“ Uhrmacher. Man kommt doch bei einem großen Taschenuhrwerk an alles gut ran...
      Bin eben nur interessierter Laie.
      Überarbeiten Sie eine solche Uhr?
      Ich finde es immer schade, wenn die Uhren rumliegen und eigentlich nicht funktionieren.

      fuchsgiro wrote:

      Keine Surprise - ist eine Norma, gebaut von 1933 bis 1963.

      Surprise und Norma sind 2 Namen fürs praktisch gleiche Werk. Flume hat beiden die identische Werknummer vergeben.
      Falls Du Dich aufs WatchWiki beziehst, dort ist für Surprise ein anderes Bild zu sehen, als es alle zeitgenössischen Werksucher zeigen.

      Gruß, Frank
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      Fliegeruhren - Hanhart Vintage Service
      Surpise: Durchmesser - 40,08 mm, Höhe - 9,9 mm, Unruhkloben
      Norma: Durchmesser - 38,20 mm, Höhe 6 mm, Unruhbrücke

      Ich weiß nicht was in anderen Werksuchern steht aber das Watch-Wiki versuche ich im Thiel/Ruhla-Bereich immer aktuell zu halten und Surprise und Norma sind definitiv (auch praktisch) nicht die gleichen Werke.
      Der Ausschnitt aus einem Katalog von 1907 zeigt ein Surprise.
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      Viele Grüße
      Mario
      Hallo Arado,

      Das war Massenware aber eine die gut ihren Dienst tat.
      Herr Prof. Saluz vom Deutschen Uhrenmuseum hat ein Buch über diesen Uhrentyp geschrieben.
      Er hat sich da wirklich sehr reingehängt in das Buch. Durfte immer mal wieder in das Manuskript schauen.
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      Es ist wohl wie in allen Sammelgebieten, nicht alle Modelle wurden über Jahre in Massen gefertigt. Es gibt immer auch die seltenen, raren Stücke, die eine Sammlerherz höher schlagen lassen.
      z.B. eine Nova (1903 - 1913), die einzige Uhr von Thiel mit Zylinderhemmung oder auch die ersten Uhren von Thiel, die Fearless (ab 1892).
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      Viele Grüße
      Mario
      Die Gebrüder Thiel waren ja bekannt für Ihre preiswerten und robusten Stiftankeruhren. Weniger bekannt ist, dass in Ruhla auch hochwertige Steinanker-Armband und Taschenuhren gefertigt wurden, die sich seinerzeit hinter der Schweizer oder Glashütter Konkurrenz nicht verstecken mussten.
      15-steinige Thiela (1914 - 1933) und Thiel Präzisa (1948 - 1952)
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      Viele Grüße
      Mario
      Die meisten deutschen Kleinuhren Hersteller haben bescheiden angefangen und sich dann kontinuierlich gesteigert in der Qualität.
      Auch die große Firma A.Lange und Söhne vormals Lange & Gutkaes haben mit Stiftankerwerken begonnen da sie einfacher zu produzieren
      waren und sehr gute Gangleistungen brachten. Die ersten Mitarbeiter von Lange waren meist Stohflechter und so sahen dann auch die ersten Uhren
      nicht ganz perfekt aus. Im Anhang findet Ihr die Lange Gutkaes Uhr 838 es ist schon eine fortgeschrittene Produktion Ende der 1850 Jahre
      immer noch mit Stiftanker fast 15 Jahre nach der Firmengründung.

      Schöne Grüße
      Michi
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