Historische Dokumente zu Fliegerei und Uhren - der Beitrag zum Herzeigen, Lesen, Fragen und Diskutieren

      Historische Dokumente zu Fliegerei und Uhren - der Beitrag zum Herzeigen, Lesen, Fragen und Diskutieren

      Historische Flieger Dokumente - der Beitrag zum Herzeigen, Lesen, Fragen und Diskutieren rund um die Fliegerei

      Ich starte hier einen Sammelthread für historische Dokumente. Bei alten Dokumenten ergeben sich immer wieder Fragen und Diskussion. Viele von uns haben alte Dokumente der Fliegerei, die sie auch mal gerne zeigen und vorstellen oder Fragen dazu haben.

      Ich würde mich freuen, wenn so der eine oder andere hier was reinstellt.

      Viele Grüße

      Felix
      "Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam
      und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin
      wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen
      zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und
      das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt zuviel davon. Es ist
      als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben."

      Ich fange hier mal an mit einem jungen Flieger an, dessen Flugbuch, Wehrpass und noch so einiges hier vor mir liegen habe und der noch während der Ausbildung verunglückt ist.

      Das wäre - außer das es tragisch ist -, nicht wirklich interessant, wenn er nicht Uhrmacherlehrling in Glashütte gewesen wäre. Der erlernte Uhrmacher hat auch seine Urlaube in Glashütte verbracht. Wer weiß, an welchen militärischen Uhren dieser junge Mann gearbeitet hat?

      Übrigens mein Avatar zeigt eine Zeichnung von seinem Schulflugzeug für den Kunstflug ;)

      Viele Grüße

      Felix
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      "Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam
      und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin
      wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen
      zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und
      das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt zuviel davon. Es ist
      als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben."

      Danke Felix, eine großartige Idee. Das gezeigte Dokument ist bewegend. Ich kann mich an ein Gespräch mit Helmut Sinn erinnern, der seinerseits Flugausbilder während des Kriegs war. Der ansonsten abgeklärte Helmut Sinn wurde nachdenklich, als er mir von verunglückten Flugschülern erzählte, die von der Platzrunde nicht mehr zurückkamen. Das passierte wohl häufiger auch wegen technischer Probleme und mangelnder Ausbildung und Scherheitsausstattung. So gab es in einigen Flugzeugmustern, wie er mir erzählte, kein doppeltes Steuerrad für den Fluglehrer mehr. Das heißt, dieser konnte nicht mehr schnell genug eingreifen bei kritischen Situationen.

      Gruß,

      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Moin moin,
      hab gerade überlegt, ob die folgenden Bilder überhaupt zu dieser 'Überschrift' passt.
      Wenn nicht, kann Walter dies aber ja sicher auch verschieben.

      Die Seenotfibel ist eine mehrseitige 'Broschüre' über das Thema Seenot und dessen Ausrüstung. Einige Seiten auch mit Heinz Rühmann.
      Wohl ganz gezielt wird dieses Thema stark verharmlost !! Wenn jemand mehr von diesen Heft sehen möchte...Nachricht geben.
      Diese Fibel ist übrigens deutlich seltener als manche Fliegeruhr. Wurde eben einfach nicht aufgehoben.

      Auf dem weiteren Bild ist eine 'Navigationsbesteckkasten' wie er wohl in der Ausbildung Verwendung fand.
      Der gelbe Rechner ist ein DR4....sollte jemand einen solchen finden, wäre ich für eine Info SEHR dankbar !!

      Sonst erst mal Frohe Ostern an alle Forumskollegen.....
      Munter bleiben
      Werner
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      Werner,

      Danke fürs Zeigen! Ne, das ist eigentlich genau das Thema, was ich ansprechen wollte. Diese Fibeln sind sehr interessant und ich habe noch keine zu Gesicht bekommen.

      Der Flieger Heinz Rühmann und das Dritte Reich - eine lange Geschichte, die sicherlich bewusst lange Zeit nicht publik gemacht wurde. Ich habe vieles über Rühmann gelesen und bin heute noch hin- und hergerissen, welche Rolle er genau gespielt hat - Sichtwort Frau, Führer, Film, Flieger.

      Die Seenotfibel gibts wohl nicht als Reprint oder PDF?

      Viele Grüße

      Felix
      "Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam
      und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin
      wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen
      zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und
      das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt zuviel davon. Es ist
      als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben."

      Servus,
      ich habe meine kleine Sammlung um ein kleine Konvolut eines Bordfunkers erweitert. Klein, aber fein - vorallem die Fotos sind schön. Der Segelflieger dürfte ein Schulgleiter SG 38 sein: de.wikipedia.org/wiki/SG_38
      Leider weiß ich nicht, was aus dem jungen Mann geworden ist.
      Gruß Felix
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      "Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam
      und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin
      wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen
      zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und
      das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt zuviel davon. Es ist
      als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben."

      Paramilitärische Ausbildung für angehendes Luftwaffen Personal - NSFK oder das Nationalsozialistische Fliegerkorps

      de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistisches_Fliegerkorps

      Uhren und im speziellen Armbanduhren interessieren mich immer weniger, aber umso mehr das Personal der Luftwaffe. Daher darf sicherlich so ein Flugbuch vom NSFK nicht in meiner kleinen Sammlung fehlen.

      Bemerkenswert sind die beiden letzte Eintragungen aufgrund des Dopplesitzers Kranich mit Lehrer. Im Deutschen Museum gibt es so einen Doppelsitzer mit sehr langer Einsatzdauer: deutsches-museum.de/flugwerft/…n/segelflugzeuge/kranich/

      Gruß Felix
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      "Ich bin müde, Boss. Müde immer unterwegs zu sein, einsam
      und verlassen. Müde niemals einen Freund zu haben, der mir sagt, wohin
      wir gehen, woher wir kommen und warum. Am meisten müde bin ich, Menschen
      zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und
      das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt zuviel davon. Es ist
      als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben."

      Ich zeige euch ein interessantes Dokument zu einem Piloten der Luftwaffe, der später auch bei der Bundeswehr in verschiedenen Funktionen bis zum Brigadegeneral diente. Es handelt sich um den Flugzeugführerschein vom Aufklärungsflieger Hauptmann Günther Scholz, Jahrgang 1919. Nicht zu verwechseln mit dem Jagdflieger Günther Scholz, der 2014 verstorben ist.

      Günther Scholz diente in der (3 H) Aufklärungsgruppe 11. Ihm wurde am 8. Februar 1943 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Ich zitiere zu seinem Verband die nachfolgende Quelle: lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…rer-Geschwader/gr11-R.htm

      "Die 3. Staffel wurde am 1. Oktober 1937 in Neuhausen aus der 3. / Aufklärungsgruppe 121 aufgestellt und am 1. November 1938 in 3. / Aufklärungsgruppe 10 umbenannt. Am gleichen Tag wurde die Staffel aus der 3. / Aufklärungs-Gruppe 23 neu aufgestellt und in Grossenhain stationiert. Im August 1939 verlegte die Staffel nach Jastrow, um von hier aus am Polenfeldzug teilzunehmen. Sie flog hier mit ihren Do 17 F Aufklärungseinsätze über Nordpolen für die Heeresgruppe Nord. Im Mai und Juni 1940 wurde die Staffel beim Westfeldzug über Holland, Belgien und Nordfrankreich eingesetzt. Während der Luftschlacht um England flog sie Einsätze zum Einschießen der schweren deutschen Küstenartillerie. Außerdem wurde die Staffel auf die Me 110 umgerüstet. Im April 1941 nahm die Staffel am Balkanfeldzug teil und flog Einsätze für die 2. Armee. Ab Juni 1941 flog die Staffel Aufklärungseinsätze in Rußland für die Heeresgruppe Süd. Im Januar 1942 wurde die Staffel in 3. (H) / 11 umgewandelt. Im Mai 1942 wurde die Staffel der Nahaufklärungsgruppe 3, ab September 1942 der Nahaufklärungsgruppe 1, im April 1943 der Nahaufklärungsgruppe 14 und im August 1943 dem ObdL unterstellt. Am 9. August 1943 wurde sie in 5. / Zerstörergeschwader 76 umbenannt."

      Scholz flog Flugzeugmuster vom Typ Messerschmitt Bf-110 und Dornier Do-17. Eine Anfrage beim MA-Freiburg habe ich schon gestellt. Mal sehen, welche interessanten Informationen noch zum Vorschein kommen. Bei der Bundeswehr war Scholz u.a. Kommandeur des Luftwaffen Versorgungsregiments 13 bevor er in die Hardthöhe versetzt wurde, wo er eine Stabsabteilung leitete.

      P.S. Die Dreizeiger Hanhart ist nur eine Beigabe und stammt nicht aus seinem Besitz.

      Gruß,

      Walter
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      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Zu Günther Scholz gibt es neue Informationen betreffend seiner Dienstzeit in der Dt. Luftwaffe.

      Unter der Rubrik "Personalveränderung der Truppenoffiziere" findet sich folgender Eintrag:

      Mit Wirkung vom 31.08.1939 scheiden aus dem Befehlsbereich des
      Oberbefehlshabers des Heeres aus und treten mit Wirkung vom
      01.09.1939 in den Befehlsbereich des Reichsministers der Luftfahrt
      und Oberbefehlshabers der Luftwaffe über:

      - Mit einem Rangdienstalter vom 01.09.1939

      Scholz, Günther (8)  (Nummer in der Rangdienstaltersliste)

      RW 59/1807

      Personalveränderungen in der Dienstaltersliste A (Truppenoffiziere)

      Es werden beauftragt:

      -mit Wirkung vom 03.06.1943

      -die Oberleutnante

      Scholz (Günther), in der Nahaufklärungsstaffel 3/11

      In die Führer-Reserve des Reichministers der Luftfahrt und
      Oberbefehlshabers der Luftwaffe; Sie werden gleichzeitig zur
      Ausbildungsstelle für Ingenieure der Luftwaffe kommandiert.


      Leider ist die Stammakte nicht mehr vorhanden aufgrund von Kriegseinwirkungen. Zu seiner Dienstzeit in der Bundesluftwaffe liegen jedoch Aktenbestände vor über die ich noch berichten werde.

      Wie viele spätere Luftwaffenoffiziere trat Scholz zunächst in das Heer der Wehrmacht ein. Die erwähnten Führerreserve war Offizieren vorbehalten für die man eine neue Verwendung suchte. Die Gründe waren in der 2. Kriegshälfte oftmals politische Unzuverlässigkeit. Im Fall von Günther Scholz wird wohl die erwähnte Fortbildung der Anlass gewesen sein. Welche Verwendung Scholz nach seiner Versetzung in die Führerreserve hatte, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Im Februar hatte man ihm das Dt. Kreuz in Gold verliehen. Leider ist das Soldbuch, welches Aufschluss geben könnte, nicht mehr vorhanden. Vielleicht geben die noch nicht gesichteten Akten zu seiner Bundeswehrzeit weitere Informationen, da für in die Bundeswehr eintretende Offiziere die Kriegszeit aufgearbeitet wurde.

      Gruß,

      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann