Tutima Urofa 59 Werknummer 200 456 Restaurationsbericht

      Tutima Urofa 59 Werknummer 200 456 Restaurationsbericht

      Servus,

      auf meiner Suche nach einer Tutima bin ich auf folgenden Restaurationsbericht gestossen. Zuerst dachte ich, dass es sich hier um eine typische Restaurierung aus den 1980ern handelt wie man sie sehr oft sieht - aber diese Arbeit wurde letztes Jahr veröffentlicht.

      uhren-mikl.com/uhrentechnik/re…ph-aus-den-1940er-jahren/

      Einen Kommentar erspare ich mir hier, sonst klingt es wieder polemisch und beleidigend :whistling:

      Gruß Felix
      Bewertungspunkte? Ich hab' noch nie Rangabzeichen gebraucht, um mir Gehör zu verschaffen.
      Interessant. Uhrmacherisch natürlich ein gute Leistung. Der Sammlerwert dieser Uhr wurde allerdings stark gemindert. Das ZB hätte man auf jeden Fall so belassen sollen. Für das Gehäuse hilft jetzt ein wenig Essigsäure. Ich bin mir sicher: Opa hätte sich nicht gefreut über diese Restauration.

      Gruß,

      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Ja, so sehe ich das leider auch. Mir wäre das Gehäuse im Originalzustand lieber gewesen ;( Zumal auch in letzter Zeit das eine oder andere Mal lange Nachbaukronen im Netz aufgetaucht sind.
      Bewertungspunkte? Ich hab' noch nie Rangabzeichen gebraucht, um mir Gehör zu verschaffen.
      Meine lieben Kollegen,

      das ist meine Uhr, über die Herr Mikl hier berichtet - ich habe sie Euch in einem Sammelthema (Uhrenphotos) auch vorgestellt.

      Es war meine erste Tutima - ich habe sie unbesehen telefonisch bei einer Auktion ersteigert und war dann nicht so erfreut über den tatsächlichen Zustand.
      Das Gehäuse war in einem räudigen Zustand, das Werk auch.
      Mit heutigem Wissen, hätte ich die Uhr schlichtweg nicht gekauft. Die neue Oberflächenbeschichtung habe ich etwas beschliffen, sodas sie eigentlich OK ist.
      Ich bereue nur die Restauration des Ziffernblattes - das hätte ich wie Walter schon schrieb nicht machen lassen sollen.

      Im übrigen hat Herr Mikl gute Arbeit geleistet - die Uhr läuft wunderbar und es ist meine Alltags Tutima

      Liebe Grüße

      Biatec
      Ist halt schwierig mit den Handwerkern. So gut sie auch sein mögen, unter Restaurationsgesichtspunkten, musst du ganz penibel und genau sagen was du willst.

      Ich kenn das nur zu gut bei Büchern. Ich hatte eine Buchbinderin, die die Restaurationsabteilung in einer großen öffentlichen Bibliothek geleitet hat. Fachlich erhielt ich immer ein Top Ergebniss, aber wenn ich nicht ganz genau gesagt habe welches Leder, wieviele Bünde, die Art der Vorsätze, die Art der Beschriftung etc. ich haben wollte, war das Ergebnis in meinen Augen suboptimal. Ich musste das als Kunde halt lernen.
      Ist halt wie im richtigen Leben, auch dem Frisör musst du mitteilen was du wünscht, sonst kannst du dich nicht zu Hause sehen lassen. Und das beten nicht vergessen.
      Das Beispiel mit dem Frisör ist ein schöner Vergleich. Wenn Du ihn gewähren lässt ohne Briefing, dann landest Du, was das Ergebnis betrifft, sehr schnell bei "Körperverletzung." :D

      Gruß,

      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Ich hatte neulich mal, an anderer Stelle (Oldtimer-Zeitschrift) einen interessanten Artikel zum Thema Restaurieren gelesen. Tenor war der Streit zwischen Menschen (Keine Restauratoren!) die alles wieder wie neu versetzen und Restauratoren. Restauratoren geht es halt um das Bewahren von Patina. Ich persönlich finde originale Patina auch schöner als einen völlig überrestaurierten Klassiker oder Uhr! Wenn ich etwas "neuwertiges" haben will, dann kaufe ich mir halt ein Neuteil. Auch dem Polieren von Uhrengehäusen stehe ich mittlerweile kritisch gegenüber, da es natürlich den Eindruck eines Neuteils erweckt! Aber, letzt endlich muss jeder selber entscheiden was er mir seinem Eigentum macht!

      Grüße aus HH: René
      Hallo,

      kürzlich bin ich auch auf den Bericht gestoßen und sehe nun, dass er ja hier schon besprochen wurde.
      Bei Ruinen ist manchmal etwas mehr erlaubt (nach Absprache!), und das Werk läuft wohl auch wieder einwandfrei.

      Was mich aber erschüttert hat ist, dass heute noch originale Drückertubes entfernt werden um einen modernen Drücker einzusetzen (dachte, es hat sich herumgesprochen, dass Drückerkäppchen mit allem Zubehör noch immer erhältlich sind).

      Wie misstrauisch aber manch potentieller Auftraggeber heute ist, zeigt eine Email, die dieser Tage eintraf. Ich konnte ihm versichern, dass das meiste eh meinem normalen Vorgehen entspricht :)

      Gruß, Frank

      email.pdf
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      Da hast Du ja eine genaue Anleitung, was zu tun ist. :D Vielleicht hat er schlechte Erfahrungen gemacht. Aber so etwas habe ich noch nicht gelesen. Ich hoffe nur, dass er Deine Arbeit am Ende zu schätzen weiß.

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Ich muss offen sagen, daß mir die Anweisungen gefallen. Der Mann sagt klar, was er will und das sollte er, wenn möglich auch kriegen. Ich bin aber sicher, daß Frank den Wünschen entspricht ;)

      Allerdings haben die meisten von uns auch die Erfahrung gemacht, daß Uhrmacher nicht unbedingt die gleiche Sichtweise wie wir Sammler haben.

      Gruß felix
      Bewertungspunkte? Ich hab' noch nie Rangabzeichen gebraucht, um mir Gehör zu verschaffen.