Hanhart Flyback Chronograph für Kollmar & Jourdan

      Hanhart Flyback Chronograph für Kollmar & Jourdan

      Auf den Van Ham Auktion konnte ich diesen schönen und einzigartigen Hanhartchrono ersteigern. Bis dato ist dies das einzige aufgetauchte Exemplar eines Chronographen dieser Art für den Pforzheimer Schmuck Hersteller.

      Das Besondere an der Uhr ist die offenkundige Verwendung von Nachkriegskomponenten, was sie m.E. auf Ende der 40er bis Anfang der 50er Jahre datiert.

      Die charakteristischen Merkmal der Uhr sind:

      - Zifferblatt ohne Herstelleraufdruck
      - Asymmetrische Drückerabstände
      - Drückerdesign wie bei der Kriegsuhren
      - Werk mit sechsstelliger Seriennummer
      - Schraubboden aus Edelstahl

      Ich werde später mal ein Bild vom Werk machen.

      Gruß,

      Walter
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      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Dies ist die einzige KJ, die ich vorher gesichtet hatte. Sie tauchte vor ein paar Jahren bei Ebay auf. Der Schraubboden ist ähnlich wie bei der Van Ham KJ.

      Gruß,

      Walter
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      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Lieber Walter,

      erstmal Gratulation zu der schönen und seltenen Hanhart!

      Die Krux an der Geschichte ist nur, dass wir jetzt wieder ein nicht aufgeklärtes Hanhart Rätsel haben. Sehr interessant wäre zu wissen, ob die Steigung des Gewindes an den beiden gezeigten KJ Böden die gleich ist, wie an WK2 bzw. Nachkrieg "Standard" Gehäusen ist. Versuch doch mal den KJ Boden auf eine 417 bzw. mDL aufzuschrauben.

      Viele Grüße

      Felix
      SMS Viribus Unitis 1911
      Hallo,

      hier gab es eine interessante Variante, insbesondere der Bodenaufdruck gibt einen Hinweis, dass die Böden oder evt. auch die gesamten Kriegsgehäuse von K+J hergestellt wurden. Die Prägung ist identisch mit der Kriegsprägung, allerdings 4 Kerben identisch mit den K+J- Böden:

      Boden Edelstahl - Wassergeschütz - Stossfest

      ebay.de/itm/Hanhart-Fliegerchr…lem-Zifferbl/183721818859

      Gruß, Caspar
      Guter Ansatz! Ich habe öfters schon K+J Gehäuse mit Böden gesehen, die auch die "alte" Gravur hatten. Bei unserem Beispiel hier, gehe ich auch davon aus, dass nichts gebastelt ist. Die wurde außerdem mit den "WK2" Drückerkappen ausgestattet.
      SMS Viribus Unitis 1911
      Servus miteinander,

      ich habe mich der alten Dame angenommen, meine Schwäche für das getragene und abgelegte Mauerblünchen hat wieder einmal gesiegt. Natürlich war da die Neugier stark: der Boden mit seine Prägung, die Drücker, die asymmetrischen Drückerabstände, es erinnert viel an das Modell aus der Kriegsproduktion. Durch die heftigen Tragespuren ist zumindest belegt, dass sie wohl jahrelang klaglos ihren Dienst getan hat. Wer es mal probiert hat eine neue verchromte Uhr so lange zu tragen bis sie so aussieht, der wird sicher mehr als 10 Jahre brauchen. Meine Jugenduhr, eine Osco hat bis heute überlebt und hat einen ähnlichen Zustand.

      Mir scheinen sich die Indizien zu verdichten, dass K&J auch die Gehäuse der Kriegsproduktion, zumindest der späten Modelle mit dem großen Kronentubus, hergestellt haben könnte:

      Drückerabstände asymmetrisch, Drückerkappen gleich, vertiefte Drückertuben, Kronentubus, sogar die Kronen sind austauschbar, der Boden mit seiner Prägung passt auf das Kriegsmodell. Nur das ZB und das Gehäusedesign wurde zeitgemäß verändert.

      Gruß, Caspar
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