Betriebsuhren Deutsche Wehrmacht

      Betriebsuhren Deutsche Wehrmacht

      Betriebsuhren wurden von folgenden Herstellern produziert

      - Junghans ( Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine )
      - Kienzle ( Heer )
      - Tobias Bäuerle & Söhne ( Heer )
      - Köhler & Co ( Heer )

      Es gab zwar Vorgaben / Vorschriften aber wie von anderen Gegenständen die in der damaligen Zeit von Firmen an die einzelen Wehrmachtsteile verkauft wurden ist bekannt
      das nicht alle diese Dinge eingehalten wurden, desweiteren hatte die einzelnen Wehrmachtsteile andere Vorgaben an die Hersteller.

      Betriebsuhren von Heer und Luftwaffe hatten z.B das Baujahr auf der Uhr vermerkt (Luftwaffe nur bis ca.1940), die Kriegsmarine legte offensichtlich keinen Wert darauf.
      Neben der Tatsache das sich die Uhren in den Kriegsjahren optische verändert haben gabe es z.B bei der der Luftwaffe auch Änderungen
      was alles auf der Uhr zu stehen hat.



      So wie bei vielen Dingen wurden auch bei den Uhrherstellern nicht alle Teile bei den Firmen selbst hergestellt sondern zugekauft, das Holzgehäuse
      wurde sicherlich zugekauft und da kommen wir nun zu den Abnahmestempel wie WaA oder BAL.

      Bei größeren Firmen befand sich eine Abnahmestelle Vorort, bei kleiner Firmen wurden teilweise Muster an andere Firmen geschickt wo dann die Abnahme
      gemacht wurde (Ferngläser).

      Nun findet man Abnahmestempel am Holgehäuse und auf der Uhr (Topf od. Gehäuse) allerdings muß man hier wieder eine Trennung zwischen dem Hersteller
      und dem Wehrmachtsteil machen denn da ist die Sache nun wieder nicht einheitlich.

      Junghans Heer ( Abnahmestempel WaA Holzgehäuse und Uhr )
      Junghans Luftwaffe ( Abnahmestempel WaA Holzgehäuse und BAL auf der Uhr )
      Junghans Kriegsmarine ( Abnahme WaA Holzgehäuse )
      KIenzle ( Abnahmestempel WaA Holzgehäuse und Uhr )
      Köhler ( Abnahme WaA Uhr )
      Bäuerle ( Abnahme WaA Uhr )

      Den Abnahmestempel am Holzgehäuse findet man Teilweise unterhalb der ausklappbaren Füße, deshalb gehe ich davon aus das die Abnahme des Holzteiles nach
      der Lieferung erfolgte bevor noch die Anbauteile montiert wurden.



      An Betriebsuhren ( Gehäuse und Uhr ) konnte ich folgende WaA Stempel feststellen

      Kienzle an 1937 WaA 492
      Kienzle 1941 WaA 86
      Kienzle ab Bj 41/42 WaA 397

      Junghans WaA 178

      Köhler WaA 409 (nur Uhr)

      Bäuerle (nicht lesbar)

      Ich hoffe ich konnte hiermit einen kleinen Anfang machen und hoffe wir können hier unsere Erkenntnisse zusammentragen denn Fragen wird es sicherlich genug geben
      aber es wird sicherlich für Vieles nur plausible Erklärungen geben mit denen wir leben müssen solange keine Unterlagen von damals auftauchen
      Betriebsuhren der Fa. KÖHLER & Co Laufamholz gehören zu den Seltensten, bekannt sind Bj 1940, 1941, 1943, vermutlich gaeb es zu Kriegsbeginn genug Uhren von Junghans und Kienzle so das die beiden Firman Bäuerle und Köhler erst 1940 einen Auftrag zum Bau der Uhren
      bekamen.

      Bei Köhler gabe es lediglich zu Baubeginn 1940 eine optische Veränderung der Zahlen am Ziffernblatt, ansonsten blieben die Uhren optisch Unverändert.
      Die Version mit den eckigen Zahlen ist sehr Selten

      Interessant ist das eine "Art" Gehäusenummer gab die aber nicht mit der Serialnummer "matching" war, diese findet man am Uhrtopf als auch am Uhrgehäuse.



      Kienzle war nach Junghans der zweite Hersteller von Betriebsuhren, ebenso wie Junghans durchlebte diese Uhr einige optische Veränderung

      - Gehäusefarbe
      - Ziffernblatt
      - Zeiger

      frühe Uhren hatten den Abnahmestempel WaA 492 den man auch auf Borduhren Fl.23886-1 findet, danach WaA 84 und zum Schluß WaA 397
      Kienzle ist mir als einziger Hersteller bekannt der seine Betriebsuhren codierte , in diesem Fall Ende 1944 mit cxh