Hanhart vintage (Tachytele)

      Servus,

      es gibt nicht viele verschiedene Hanhart Chronographen Modelle aus der Zeit 1940 - 1963. Mit etwas Interesse findet man sich mit der Handvoll Hanhart schnell zurecht.

      Du hast ein Gehäuse aus den 1940er Jahren mit unterschiedlichem Drückerabstand, welches durch ein Gehäuse mit gleichem Drückerabstand Anfang der 1950er Jahre abgelöst wurde. Eine weitere Neuerung der 1950er Chronos war das Auftauchen eines Stahlgehäuses und die Einführung eines neuen Zeigersatzes. Man könnte jetzt deine Uhr als "Transitional" bezeichnen, also ein Übergangsmodell, welches alte und neuere Teile miteinander verbindet. Früher hätte so manch einer gesagt, dass diese Uhr nicht stimmig ist, aber heute weiß (besser gesagt wir hier im VT wissen) man es besser. Deine Uhr passt gut zum Neustart von Hanhart Ende der 1940er, wo man in Gütenbach wieder mit der Uhrenproduktion begonnen hat. Das Werk deiner Uhr dürfte auch schon die neuere Auslegung Kal. 42 haben. Die TachyTele Blätter tauchen immer wieder mal auf, sind aber im Grunde genommen selten.
      SMS Viribus Unitis 1911
      Hi EMIL
      vielen Dank für Deine Ausführung, das klingt stimmig und deckt sich auch mit den Informationen die ich durch intensivstes stunden langes Googeln rausgefunden habe konnte mir das mit den Zeigern nicht erklären und dachte mir ganz banal das der damalige Besitzer diese hat tauschen lassen weil die neueren moderner aussahen, als nicht Uhren Kenner erklärt man es sich so einfach wie möglich :)

      Freu mich schon auf die nächsten Flohmärkte.... :)

      VG
      Andy
      das macht die mit dem oberen drücker alles, start, stop und zurück. der untere drücker bewegt sich wenn man ihn drückt macht aber gar nix, kaputt eben aber die zeit zeigt sie an und das reicht mir ja uhrwerk lass ich eh mal anschauen.
      Kann jemand etwas zum Gehäuse sagen? Mir scheint es nahezu unbenutzt zu sein , im Vergleich zum Glas. Aus welcher Zeit könnte das Gehäuse stammen? Mir ist aufgefallen das am oberen rechten Horn die Kerbe für den Drücker fehlt, ein 417er Gehäuse kann es auch nicht sein (da unsynchrone Drücker), hat HH in der Nachkriegszeit wirklich bis zum erscheinen der neuen 417 ein neues Gehäuse herausgebracht und darin dann alte Restbestände verbaut, wie Cal. 40 Werke?

      Gruß
      Marcus

      nocello! wrote:

      tja - dann ist die Uhr nicht defekt, sondern das Werk vom Eindrücker vetbaut!

      Stephan

      Das sehe ich genau so, da ist mal ein anderes Werk reingekommen!
      Gruß

      Jimmy
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      Don't talk to me about naval tradition. It's nothing but rum, sodomy and the lash.
      Sir Winston Churchill
      Hauptsache sie zeigt die Zeit an wenn ich sie an hab und das tut sie ja sehr zuverlässig. Egal welches Werk drin ist sie gefällt mir trotzdem und ich kann sie nun ja ungefähr zeitlich einordnen, Dank eurer Hilfe, vielen dank dafür. Zudem hat sie wohl einen vermuteten Defekt weniger :)
      Ich denk mir anhand der Firmengeschichte auch, dass nach dem Krieg im Grunde alles im ganzen Land kaputt war, Infrastruktur schwierig, Wirtschaftskraft schwierig, lebensumstände schwierig. Wenn dann eine Firma wieder mit der ursprünglichen Produktion weitermachen möchte, erstmal alles "zusammenspaxt" was vorhanden ist um wieder Fuss zu fassen. Deshalb ist für mich als jemand der geschichtsinteressiert ist das die einfachste Erklärung warum in Nachkriegszeiten häufig "ungewöhnlich konigurierte" Dinge erschienen sind. Ich meine einfach die Uhr ist - nach dem ganzen lesen, lesen, lesen im Internet - ungewöhnlich konfiguriert aus evolutionären Gründen. Erfüllt aber seinen Zweck :)

      AYB wrote:

      Ich denk mir anhand ...Wenn dann eine Firma wieder mit der ursprünglichen Produktion weitermachen möchte, erstmal alles "zusammenspaxt" was vorhanden ist um wieder Fuss zu fassen. Deshalb ist für mich als jemand der geschichtsinteressiert ist das die einfachste Erklärung warum in Nachkriegszeiten häufig "ungewöhnlich konigurierte" Dinge erschienen sind. Ich meine einfach die Uhr ist - nach dem ganzen lesen, lesen, lesen im Internet - ungewöhnlich konfiguriert aus evolutionären Gründen. ...


      Du hast eine schöne Uhr, hast sie günstig "geschossen", solltest Dich jetzt aber nicht dem Verdacht aussetzen,
      dass Dein Auftreten hier am Ende des Tages nur der Versuch war eine "Authenthizitätzbekundung" zu bekommen.

      Du sugerierst jetzt letzendlich selbst des Rätsels vermeidliche Lösung.

      Ich glaube nicht, dass die o.g.Theorie im Hinblick auf Deine Uhr haltbar ist.

      Dem Urteil von Felix unterwerfe ich mich allerdings schon vorab, auf seine
      Expertiese vertauend!

      Stephan
      Hi Stephan.
      scheinst etwas gegen mich zu haben. Is ok und ist auch der letzte Post meiner Seits. An alle anderen: vielen Dank für eure Beiträge war super interessant, hätte gerne weiter diskutiert und Thesen aufgestellt.

      "Authenthizitätzbekundung", brauche ich wenn ich das Ding verkaufen wollen würde, dem ist leider nicht so. Bin Sammler aus Leidenschaft nicht des Geldes wegen. PUNKT.

      Dankeschön!
      AYB