Früher Eindrücker-Chronograph von F.L. Loebner Berlin.W.9

      Früher Eindrücker-Chronograph von F.L. Loebner Berlin.W.9

      Frühe Eindrücker-Chronographen stammen direkt von der Taschenuhr ab. Breitling entwickelte als erste Firma den autonomen Chronographendrücker, der außerhalb der Krone angebracht ist und mit dem man den Chrono in Gang setzen kann. Das war ungefähr im Jahr 1915, also während des ersten Weltkriegs. Dieser Minerva Chronograph mit dem großen 19-linigen Kaliber 10 stammt etwa aus den 20er Jahren (Werknummer 1313310, Gehäuse 265512). Das Nickelchromgehäuse hat noch ein Scharnier und angelötete Bandanstösse. Mit gut 46 mm Durchmesser hat sie eine ordentliche Größe und diente wahrscheinlich als Flieger- oder Militäruhr. Darauf deutet auch die Produktionsstätte F.L. Loebner Berlin W9. Diese Firma verwendete ausschließlich zugekaufte Teile und beliefert während des Kaiserreichs u.a. die kaiserliche Marine. Loebner Stoppuhren findet man ebenso im wissenschaftlichen Sektor für Messungen und Päzisionsmechanik. Anfang der 40er Jahre verschwindet der Firmenname dann aus den öffentlichen Quellen. Gruß, Walter
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      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Sehr interessante Uhr, habe sie mir auch laaange angesehen. Zu lange... Das Fehlen der Anschlagschraube des Schalthebels hat mich erstmal abgehalten, was aber für unsere Uhrmacher das kleinste Problem ist. Und die Größe: an meinem Arm kann ich 36-40mm plazieren, darüber hinaus bräuchte ich erstmal ein Fleischtransplantat für den Unterarm. Aber das große Minerva-Kaliber sieht einfach toll aus! Gratuliere!
      Hallo Caspar,

      danke. Die Anschlagschraube fehlt nach meiner Beobachtung immer bei den frühen Werken von Minerva (Kaliber 9 und 10). Später sieht man sie dann vor allem in den TU. Das scheint mir ein wenig so zu sein wie bei den Hanhart c. 41/42 Werken. Erst nach dem Krieg ist die "Schraube" regelmäßig drin.

      Ansonsten wirken bei dieser Uhr 46 mm sehr dezent auch am schlanken Arm. Habe mich selbst gewundert aber die modernen Gehäuse mit den Bandanstössen wirken bei dem Durchmesser massiver. Die Loebner hat ja gelötete Bandanstösse und die sind deutlich dezenter.

      Hier ist noch ein Bild von einer anderen Uhr dieser Art aus einem russ. Forum in guter Gesellschaft.

      Gruß,
      Walter
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      Eindrücker-Chronographen waren damals teurer als eine "normale" Armbanduhr, die ja schon eine Neuerung war. Das Militär war wohl der Hauptabnehmer. Zivilisten trugen weiter Taschenuhren. Hier ist ein Offizier zu sehen mit einem unbekannten Eindrücker-Chronograph wie die gezeigte Löbner. Eine einfache frühe Armbanduhr ist auf der Werbung zu sehen. Gruß Walter
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      Löbner war seinerzeit sehr bekannnt für seine speziellen Zeitmessvorrichtungen. In den nachfolgenden drei Videos zeigt ein britischer Sammler einige eindrucksvolle Beispiele.







      Gruß,
      Walter
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      Dieser schöne Löbner/Minerva Chronograph stammt aus den 30er Jahren. Die Uhr hat schon richtige Hörner und feste Bandanstöße. Das Gehäuse aus Stahl hat allerdings noch ein Bodendeckel mit Scharnier. Das tadellose Emaillezifferblatt ist sehr gut ablesbar, wie es für Militäruhren notwendig ist. Der Durchmesser der Uhr misst stattliche 46 mm ohne Krone.

      Gruß, Walter
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