"Flash Crash": Panik an der Wall Street - auch Börse Tokio stürzt ab

      Der Wikipedia Artikel zum Crash von 1987 liest sich wie eine Blaupause für den heutigen Tag (Parallelen unterstrichen):

      "Der Dow Jones hatte sich seit 1985 fast verdoppelt; im August 1987 mehrten sich aber Anzeichen für ein Ende der Hausse. So gelang es dem Kabinett Reagan nicht, die Inflation und das überbordende Handelsdefizit (1987 betrug es 152,1 Mrd. US-Dollar) in den Griff zu bekommen. Die Unsicherheit nahm zu, als die US-Notenbank zum ersten Mal seit drei Jahren den Leitzins für kurzfristige Kredite anhob. Der Dow Jones hatte seit seinem Hoch im August bis zum 13. Oktober 1987 in mehreren Sprüngen etwa 475 Punkte verloren.

      Hinzu kam eine zunehmende Unsicherheit auf den Währungsmärkten und ein Vertrauensverlust in den US-Dollar. Die Abwertung des Dollars im Zuge des Plaza-Abkommens schien mit dem Louvre-Abkommen im Februar 1987 zwar zunächst gestoppt, Ende September kamen in den Medien allerdings Gerüchte über einen Streit innerhalb der G7-Staaten auf. Am Freitag vor dem Börsencrash fiel der Dollarkurs abrupt auf 1,77 DM ab. Die Unsicherheit verstärkte sich noch durch einen Artikel in der darauf folgenden Sonntagsausgabe der New York Times, in der sich der damalige US-Finanzminister James Baker indirekt gegen eine weitere Stützung des Dollarkurses aussprach und damit drohte, den Dollar noch weiter sinken zu lassen, falls Deutschland sich im Zinsstreit nicht kompromissbereit zeige."

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Irgendwie kann ich diese Ängste nicht verstehen. Bei einem Zinsniveau von +/- Null müssen durch die Zinsen wieder steigen. Da braucht man kein Hellseher zu sein. Und das ein Zinsanstieg psychologisch induziert sein kann, ist auch kein Geheimnis. Ich frage mich auf welcher Grundlage einige Spekulanten ihre Investitionen aufbauen. Das die jetzige Situation früher oder später eintreten würde, hat den Status eines Naturgesetzes. Wenn schon die Angst vor etwas solche Verwerfungen auslösen kann, wie sieht dann die konkrete Furcht vor einem realen Ereignis aus? Meine Meinung steh schon seit längerer Zeit fest: Der nächste Crash droht von den Rentenmärkten. Die Kursverluste vieler Institutioneller Anleger in den Bilanzen werden fürchterlich sein. Lebensversicherungen und Pensionskassen werden pleite gehen usw.

      Gruß,
      Walter
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