Die Enteigungwelle rollt in Deutschland an.

      Lies dir bitte vorher mal die Seite genauer durch, deren Links du hier reinsetzt. Das gibt es noch nicht mal ein auffindbares Impressum, vom Inhalt ganz zu schweigen. Bei aller Kritik sollte man die Quelle von Zitaten immer genau prüfen.

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Egal ob Impressum oder nicht, das dort gesagte trifft die Wahrheit direkt ins Schwarze. Besser hätte ich es selbst nicht formulieren können.

      Jetzt wird die Grundsteuer sogar noch empfindlicher erhöht wie ursprünglich geplant, wenn die Sozis mitregieren. Das werden viele Immobilienkäufer der letzten 10 Jahre, die sich bis Oberkante Unterlippe verschuldet haben, angelockt durch die künstlich niedergeknüppelten Zinsen, nicht verkraften.

      Immobilien sind eben keine Sachwertanlage für den Normalverdiener, ganz im Gegenteil, Immobilien sind nur Schuldenanhäufung für diese Leute. Besonders das eigengenutze Einfamilienhäuschen ist ein reines Hobby und Geldvernichtung ohne jede vernünftige Rendite.

      Der Normalverdiener kann doch gar nicht einschätzen, was 300.000,- Euro sind, er rechnet oder bekommt doch nur vorgerechnet, daß er beispielsweise monatlich 900,- Euro für seinen Immobilienkredit zahlen muß, nur das interessiert ihn.

      Aber wer bei 1,69 % Hypothekenzinsen 900,- Euro monatlich abbezahlen muß, der muß bei noch immer niedrigen 3,5 % Zinsen bereits das Doppelte monatlich abbezahlen, das schaffen die Wenigsten. Oder umgekehrt gerechnet, der Normalverdiener, der in Zukunft eine solche Immobilie kaufen soll und nur 900,- Euro monatlich zur Verfügung hat, der kann bei 3,5% Zinsen nur noch den halben Preis für die gleiche Immobilie bezahlen.Die Immobilienpreise werden sich folglich halbieren bei 3,5% Hypothekenzinsen.

      Was nur eine kleine Andeutung einer zukünftigen Zinserhöhung am Aktienmarkt ausgelöst hat, konnten wir ja gerade beobachten.


      Und 3,5 % Zinsen sind immer noch abenteuerlich niedrige Zinsen. Im langfristigen Durchschnitt sind 7 - 9 % eher realistisch, dann werden sich die Immobilienpreise vierteln, daß heißt 75 % des eingesetzen Kapitals wandern in die Mülltonne. Kommt es dazu noch zur Zwangsversteigerung, halbieren sich die übrig gebliebenen 25 % noch einmal. Alles schon mal dagewesen, ist noch nicht so lange her.
      Hallo Jan!
      Zitat von Dir:Jetzt wird die Grundsteuer sogar noch empfindlicher erhöht wie ursprünglich geplant, wenn die Sozis mitregieren...

      Ich möchte daran erinnern,das unsere Noch-Kanzlerin 2015 etwas getan hat ,was man eher von den Sozis erwartet hätte...
      Der Ex-Kanzler Schröder hat mit seiner Agenda etwas getan,was man eher von der CDU erwartet hätte...

      Alle in einen Sack stecken und Draufhauen,man trifft immer den Richtigen!

      Gruß Gerald
      Sorry Jan, aber der Link ist absoluter Quatsch, geschrieben von jemandem der von der Materie NULL Ahnung hat. Oder unbedingt Panik bei Leuten verbreiten will, die bloß Üerschriften lesen, aber nicht den Text darunter lesen bzw sich für Hintergründe interessieren. Der Bericht ist schlimmstes BILD-Niveau.
      Außerdem mischt du mehrere Dinge zusammen, die nichts miteinander zu tun haben.

      Kurz ein paar Fakten:
      Wie wird die Grundsteuer ermittelt?
      Berechnung: Grundsteuermessbetrag x Grundsteuer)Hebesatz der Gemeinde = Grundsteuer(bertrag)
      Grundsteuerhebesatz: den legt jede Gemeinde selbst fest. Kann sie theoretisch heute schon auf das Vielfache des jetzigen Wertes festsetzen. Macht sie aber nicht, denn das überlebt politisch kein Gemeinde/Stadtgremium.
      Grundsteuermeßbetrag: Wird vom Finanzamt ermittelt, die Basis dafür ist der sogenannte Einheitswerbescheid. Der Grundsteuermessbetrag wird durch Anwendung einer Grundsteuermesszahl auf den Einheitswert des Grundstücks berechnet. Für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft beträgt die Steuermesszahl 6 ‰. Für Grundstücke beträgt die Steuermesszahl zwischen 2,6 ‰ und 3,5 ‰

      Und jetzt kommen wir zur Grundsteuerreform:
      Der vorgenannte Einheitswertbescheid basiert auf Wertermittlungen, die dem Grund nach auf Werten auf dem Jahr 1935 (Ostdeutschland) und 1964 (Westdeutschland) ermitelt wurden.
      1935 wurde im gesamten Deutschen Reich erstmals ALLE Grundstücke und Gebäude wertmäßig erfaßt und Wertermittlungsmaßstäbe für (künftige) Gebäude festgelegt, umd den sog. Einheitswert zu ermitteln. In Westdeutschland wurden dann mit Stichtag 01.01.1964 die Einheitswerte neu ermittelt, mit dem Ziel diese Werte alle 3 Jahre neu zu ermitteln, um Preissteigerungen bei Grundstücken und Gebäuden erfassen zu können. Dummerweise hat die Ermittlung zum 01.01.1964 fast 10 Jahre gedauert, da eine Ermittlung aller!!! Grundstücke in Deutschland etwas aufwendiger war wie von der Politik gedacht (außerdem gab´s damals noch keine Computer, damit wäre es möglicherweise etwas schneller gegangen): Bodenrichtwerte mußten ermittelt werden, Bonitäten der einzelnen Böde (Acker, Wiese, Wald usw). Häusergrößen, EFH; MFH; Sonderbauten, Gewerbegrundstücke, Hallen usw usw): Deswegen wurde in Westdeutschland beschlossen, die Werte vom 01.01.1964 zum 01.01.1974 mit 140% anzusetzen (was der damaligen durschnittlichen, nicht individuellen Preissteigerung im Grundstücksbereich entprach).
      Seither wurde keine Einheitswertermittlung mehr durchgeführt. Was in erster Linie daran lag, dass die Finanzämter dafür nicht das Personal hatten, Neueinstellungen hat die Politik für zu teuer erachtet.
      Nach der Wiedervereinigung wurde deswegen beschlossen, in Ostdeutschland die Werte zum 01.1.1935 zu übernehmen.

      In dem unqualifizierten Artikel steht folgender Satz:
      "Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) mal eben als verfassungswidrig erklärt"
      Das stimmt und stimmt nicht.
      Stimmt: Er hat die Werte für verfassungswidrig erklärt.
      Stimmt nicht: mal eben Tatsahce ist, dass der BFH ebenso wie das Bundesverfassungsgericht die Einheitswerte bereits seit mehr als 25 Jahren für verfassungswidrig hält.
      In der Vergangenheit wurden die Einheitswerte von Grundstücken zum Beispiel für die Vermögensteuer herangezogen.
      Die vermögensteuer wurde 1997 abgeschafft. Warum? Ihr ahnt es...
      Beispiel, bezogen auf 1997: Hänschen Müller erbt ein 1 Million DM in Bar. Ansatz damals in der Vermögensteuer: 1 Million DM.
      Sein Bruder Otto Müller erbt ein Haus in München. Verkehrswert: 1 Million DM. Einheitswert zum 01.01.1964: 100.000 DM; Ansatz in der Vermögensteuer mit 100.000 DM x 140% (siehe oben, 1974), also 140.000 DM.
      Folge: Hänschen mußte 1 Million versteuern, Otto nur 140Tausend, da Grundstücke nur mit dem Einheitswert in der Steuererklärung angesetzt wurden.
      1995 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass eine unterschiedliche steuerliche Belastung von Grundbesitz und sonstigem Vermögen mit Vermögensteuer nicht mit dem Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 Abs. 1 GG) vereinbar sei. In den Beratungen zum Jahressteuergesetz 1997 stellte die damalige Bundesregierung (CDU) zwar fest, dass es keinen verfassungsrechtlichen Zwang zur Abschaffung der Vermögensteuer gebe, trotzdem wird seither die Vermögensteuer mit Wirkung ab 1997 nicht mehr erhoben, obwohl das Vermögensteuergesetz weiterhin in Kraft ist.
      Grund für die Abschaffung: die erwähnte Personalgeschichte und endlich eine Möglichkeit, die von den Reichen verhaßte Vermögensteuer loszuwerden (meine persönliche Meinung).
      Damit war das Thema mal vom Tisch, wenigstens für ein paar Jahre.
      Irgendwann ging es dann bei der Grundsteuer los. Bis jetzt endlich der BFH (mal wieder) festgestellt hat, dass die Grundsteuer auf Werten basiert, die schon lange nicht mehr passen. Einheitswerte für Grundstücke in Großstädten spiegeln zum Beispiel nicht den Wert wieder, den diese Grundstücke tatsächlich haben.
      Wie es weitegeht? Keine Ahnung. Wir warten alle ab.
      Jetzt zu deinem zweiten Punkt, der Immobilienfinanzierung, ich mache das in Zitatform:

      Jetzt wird die Grundsteuer sogar noch empfindlicher erhöht wie ursprünglich geplant, wenn die Sozis mitregieren. Das werden viele Immobilienkäufer der letzten 10 Jahre, die sich bis Oberkante Unterlippe verschuldet haben, angelockt durch die künstlich niedergeknüppelten Zinsen, nicht verkraften.

      Ob die Grundsteuer erhöht, weiss keiner. Die Gemeinde kann die Hebesätze jederzeit auch senken, damit das Zahlungsniveau gleich bleibt. Die Kommune hätte auch schon in den letzten Jahrzehnten die Sätze erhöhen können. Wurde aber idR nicht gemacht, Kommunen stehen in Kunkurrenz zueinander was den Zuzug von Grundstückskäufern und Gewerbetreibenden betrifft.

      Immobilien sind eben keine Sachwertanlage für den Normalverdiener, ganz im Gegenteil, Immobilien sind nur Schuldenanhäufung für diese Leute. Besonders das eigengenutze Einfamilienhäuschen ist ein reines Hobby und Geldvernichtung ohne jede vernünftige Rendite.

      Das ist deine Sicht der Dinge: Ein großer Teil sieht es anders (ich gehöre dazu). Man kann nicht alles unter Renditeaspekten sehen, denn dann dürfte ich auch nicht heiraten und keine Kinder kriegen. Rein aus Renditeaspekten gewinnt Miete immer gegenüber Kauf, in der Praxis verliert Miete jedoch auf lange Sicht, die Grunde dafür sind anderer Art Nur ein Grund: (nicht vorhandenes Sparverhalten der Mieter, heißt: Die ersparten Zinsen in der Jugend werden nicht angelegt, sondern ausgegeben, im Alter fehlt dann das Kapital. Der Eigenheimbesitzer braucht im Alter keine Miete und hat mehr zur Verfügung: Ob er es bis ins Alter schafft ist eine andere Frage. Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden)

      Der Normalverdiener kann doch gar nicht einschätzen, was 300.000,- Euro sind, er rechnet oder bekommt doch nur vorgerechnet, daß er beispielsweise monatlich 900,- Euro für seinen Immobilienkredit zahlen muß, nur das interessiert ihn.

      Solche Fälle gibt es, da gebe ich dir recht. Aber du darfst nicht alle für blöd halten.

      Aber wer bei 1,69 % Hypothekenzinsen 900,- Euro monatlich abbezahlen muß, der muß bei noch immer niedrigen 3,5 % Zinsen bereits das Doppelte monatlich abbezahlen, das schaffen die Wenigsten.

      Da gebe ich dir uneingeschränkt recht.

      Oder umgekehrt gerechnet, der Normalverdiener, der in Zukunft eine solche Immobilie kaufen soll und nur 900,- Euro monatlich zur Verfügung hat, der kann bei 3,5% Zinsen nur noch den halben Preis für die gleiche Immobilie bezahlen.Die Immobilienpreise werden sich folglich halbieren bei 3,5% Hypothekenzinsen.

      Sehe ich anders. Die Preise werden vielleicht zurückgehen, sich aber niemals halbieren. Schau dir die langfristigen Immobiliencharts an.

      Was nur eine kleine Andeutung einer zukünftigen Zinserhöhung am Aktienmarkt ausgelöst hat, konnten wir ja gerade beobachten.

      Stimmt.

      Und 3,5 % Zinsen sind immer noch abenteuerlich niedrige Zinsen. Im langfristigen Durchschnitt sind 7 - 9 % eher realistisch, dann werden sich die Immobilienpreise vierteln, daß heißt 75 % des eingesetzen Kapitals wandern in die Mülltonne. Kommt es dazu noch zur Zwangsversteigerung, halbieren sich die übrig gebliebenen 25 % noch einmal. Alles schon mal dagewesen, ist noch nicht so lange her.

      Was den langfristigen Zins betrifft gebe ich dir recht. Meine Eltern haben zu 1975 zu 12% finanziert. Allerdings haben sich die Löhne von 1975 bis 1985 in der Branche meines alten Herrn auch veroppelt, daher war er nach nicht ganz 12 Jahren mit der Abzahlung fertig. In die Zukunft sehen kann keiner. Eine Viertelung der Immopreise halte ich persönlich für unrealistisch, nicht mal eine Halbierung.
      Und selbst das kommt immer darauf an, wo die Immobilie liegt: Großstädt boomen, Städte bekommen keine Bauplätze mehr her, auch dem Land werden Immobilien eher weniger wert. Im Süden der Republik werden Grundstücke immer relativ teuer sein, in den Osten will auch nach derzeitigem Stand immer noch keiner, außer vielleicht die prosperierenden Städte mit Industrie.

      Gruß
      Alex (seit ein paar Jahren Stadtkämmerer, vorher fast 30 Jahre als Außenprüfer beim Finanzamt)
      Für mich ist das Wohneigentum inkl. der PV-Anlage Teil der Altersvorsorge. So war zumindest meine Planung um im Alter die Kosten (Miete, Strom, etc.) zu reduzieren. Na ja...und notfalls kann ich hoffentlich noch die eine oder andere Uhr verkaufen wenn's denn wirklich notwendig sein sollte. :rolleyes:
      Was die Grundsteuern angeht, so werden diese wohl eher steigen....natürlich nicht zu stark. Viele Gemeinden sind aber einfach klamm und versuchen über diverse Wege an mehr Geld zu kommen.
      Unter der kleinst'n Steppdeck'n...kann der größte Depp steck'n!