Einbruch Diebstahl bei mir am

      Gestern war ein trauriger Tag für die Deutsche Rechtsprechung, und für mich... Der unmaskierte Einbrecher hatte sich ja gestellt, gestern war die Gerichtsvehandelung, der Richter schien mehr auf das wohlergehen des Angeklagten einzugehen als an die Tat selbst!
      Der arme Iraker war ja genötigt von seinen Dealer bei mir einzubrechen...

      https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/prozess-um-einbruch-des-jahres-bewaehrung-fuer-500-000-euro-coup-64913774.bild.html

      Alle Hannoversche Zeitungen schreiben genauso!

      Gruß

      Jimmy
      -------------------------------------------
      Don't talk to me about naval tradition. It's nothing but rum, sodomy and the lash.
      Sir Winston Churchill
      Hier was die NP Schrieb:
      Images
      • Hann Presse.jpg

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      Gruß

      Jimmy
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      Don't talk to me about naval tradition. It's nothing but rum, sodomy and the lash.
      Sir Winston Churchill
      Jimmy, und was ist mit dem Hauptverfahren?+
      Siehst Du noch Chancen die restlichen Uhren wieder zu bekommen?
      Ich drücke Dir die Daumen :thumbup:

      Servus, Günter
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin
      Hier ist akuell und beispielhaft ein Gerichtsurteil wegen Einbruchdiebstahl aus unserer Gegend. Die beiden Verurteilten stammen aus Südosteuropa (und es war wohl auch nicht deren erster Einbruch). Auch dieses Urteil hat mal wieder (in mehrfacher Hinsicht) eine verheerende Signalwirkung: Kein Schadensersatz, keine Haftstrafe, diverse Kosten für den Steuerzahler. Ganz zu schweigen von den psychischen Folgen für die Geschädigte. Im Gegenteil. Beide dürfen/müssen nach Hause. Das war's. Das ist wie eine Einladung an alle anderen: Die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden ist sehr gering...und wenn doch, dann habt ihr mind. 1 Freikarte! Erwischt wurden die beiden nur, weil sie auf frischer Tat ertappt wurden und die Polizei mit einem Hundeführer und mit einer Wärmebildkamera vor Ort war.
      Ich darf auch noch aus dem Artikel zitieren: "...Die (beiden) Verteidiger xxx und xxx, knöpften sich in ihren Schlussworten die Anklagevertreterin und den Gesetzgeber vor...". Es ist kein Wunder, dass mit dieser Rechtssprechung und dem Verfahrensablauf das Vertrauen in unser Rechtssystem mehr und mehr untergraben wird. Aber wir dürfen uns mit dem Gedanken trösten, dass sich am Ende JEDER vor einer höheren Instanz für seine Taten verantworten muss.


      Unter der kleinst'n Steppdeck'n...kann der größte Depp steck'n!
      Es ist zum die Wände hochgehen. Ein Freund bei der Polizei erzählte mir, daß auf seinem Schreibtisch so gut wie nie Namen von Leuten landen, die „schon länger hier wohnen“.

      Es ist auch wenig vergnüglich, die Uhren aus einem Tresor irgendwo zu holen um sie mal zu tragen.

      Balu53 wrote:

      Jimmy, und was ist mit dem Hauptverfahren?+
      Siehst Du noch Chancen die restlichen Uhren wieder zu bekommen?
      Ich drücke Dir die Daumen :thumbup:

      Servus, Günter

      Hallo Günter, am 28.03 erhielt ich folgenden Brief von der Staatsanwaltschaft:
      In der Strafsache gegen......
      wird der Termin vom 15.04.2020 aufgehoben.
      Sie brauchen zu dem Termin nicht zu erscheinen...
      MfG

      Was ist den hier los, keine Erklärung wieso!!!
      Es geht doch nicht an dass wegen einen Virus, das Deutsche Rechtssystem außer kraft gesetzt wird...Oder???
      ich könnte <X
      Gruß

      Jimmy
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      Don't talk to me about naval tradition. It's nothing but rum, sodomy and the lash.
      Sir Winston Churchill
      Servus Jimmy,

      in der ordentlichen Gerichtsbarkeit arbeiten ebenfalls Menschen. Viele Gerichte und auch die Strafkammern haben (zumindest hier in NRW, soweit ich weiß aber auch in Niedersachsen) seit geraumer Zeit ebenfalls auf minimalen Notbetrieb umgestellt. Etliche Verhandlungstermine wurden/werden "aufgehoben" (heißt übersetzt: "Der Termin findet am xx.xx.xxxx nicht statt."). Gewöhnlich ist das eine simple Aufhebung der Ladung (sog. Abladung) bzw. des Termins, zu dem seinerzeit Dein persönliches Erscheinen gerichtlich angeordnet wurde. Nachvollziehbare Erklärungen für Abladungen, wieso?, weshalb?, warum?, gibt es nicht immer. Ärgerlich, ist aber so.

      Da dem Gericht bzw. der Strafkammer eine neue Terminierung aktuell wohl nicht möglich ist, wird Dir auch (noch) kein neuer Termin mitgeteilt. Das ist für Dich sicherlich ärgerlich, im Moment heißt das aber (leider) weiterhin Geduld haben.

      Gruß, Thomas

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      Ich wollte mal kurz einen Zwischenbericht abgeben, einer der Hintermänner Timo F. wurde zu 2Jahre und sechs Monate Haft ohne Bewährung letzte Woche verurteilt, ebenso bleibt er auf den Wert der noch fehlenden Uhren sitzen...290000€, hilft mir nicht viel, weil das Geld werde ich wohl nie sehen, und die Uhren bleiben weg :cursing:
      Neu in der Rechtssprechung ist, man muss nicht nochmal eine Zivilklage anstrengen, was viel Geld spart, weil die Summen werden gleich mit ausgeurteilt, mit Volstreckbaren Titel! Wenigstens etwas!
      Hier der Text im Original aus der Hannoversche Presse vom 22.06.2020

      Einbrecher stehlen Luxusuhren im Wert von 500.000 Euro

      Im Prozess um den angeklagten Timo F. (33) fragt man sich:
      Was wiegt schwerer – der immense materielle Schaden oder der Verlust
      einer alten Männerfreundschaft? Timo F. will keine Antwort darauf geben.
      Er habe nichts mit dem Einbruch am 16. August 2018 in Hannover zu tun,
      lässt er am Montag über seinen Anwalt erklären.

      Das Opfer (68)
      sieht das anders. Bei dem Einbruch stahlen die Diebe rund 60 Uhren im
      Wert von 500.000 Euro. Sie stahlen nur die wertvollsten Chronometer,
      rund 300 unverkäufliche Militäruhren ließen sie liegen. „Das Video
      zeigt, dass die Diebe innerhalb von knapp fünf Minuten wieder draußen
      waren“, sagte der 68-Jährige. Er habe nur sehr wenigen Menschen seine
      Sammlung und ihren genauen Ort gezeigt. Darunter der Angeklagte und sein
      Vater. „Wir waren lange Zeit sehr gute Freunde“, meinte das
      Einbruchsopfer über den Vater von Timo F.

      Kamera filmte die Einbrecher

      Im
      September 2019 wurde Delgasch A. (24) wegen des Einbruchs zu einer
      Bewährungsstrafe verurteilt. Auf Grund der Videoaufnahmen und einer
      Öffentlichkeitsfahndung konnte er ermittelt werden. Der zweite
      Einbrecher ist noch unbekannt. Delgasch A. konnte oder wollte nun als
      Zeuge nichts zu den Hintergründen der Tat sagen

      Was spricht nun
      gegen den Angeklagten? Seine Ex-Freundin (41) plauderte aus, dass sie
      Telefongespräche mitangehört habe. Grober Inhalt der Gespräche: Ich
      kenne jemanden, der hat Uhren. Wir schicken die Jungs da rein. Den
      zweiten Anstifter zum Einbruch kennt sie nur unter dem Namen „der kleine
      Kurde“. Das hat sie dem Uhrenbesitzer mitgeteilt; und dafür 5000 Euro
      bekommen. Am Montag wurde sie im Amtsgericht Hannover vereidigt. Ihre
      Aussage war nicht widerspruchsfrei. Die Zeugin erklärte, dass sie Angst
      habe.

      Vater des Angeklagten ist abgetaucht

      Von der Ex-Freundin des Angeklagten erfuhr das Einbruchsopfer auch, dass die
      Täter ihm einen GPS-Sender unters Autos klemmten. So wussten sie, wann
      er nicht zu Hause ist. Die Aussage der Ex-Freundin würde wohl nicht
      reichen, um Timo F. hinter Gitter zu bringen. Aber der Bestohlene
      konfrontierte Vater und Sohn mit seinem Wissen. Zwei Tage später brachte
      der Vater des Angeklagten einen Großteil der Beute in einer Reisetasche
      zurück. An der Tasche fanden die Ermittler DNA des Angeklagten.

      Noch fehlen zehn Uhren im Wert von etwa 280.000 Euro. Der Vater des
      Angeklagten konnte als Zeuge nicht geladen werden. Er hat keine
      Anschrift mehr in Deutschland. Sein Sohn meint, dass sein Vater in
      Luxemburg lebe. „Er ist gerade in Italien, ich weiß auch nicht, was er
      dort macht“, so Timo F. Nichts könnte mehr das Ende einer
      Männerfreundschaft beweisen als die Flucht des Vaters. Urteil am 29.
      Juni
      Und hier das Urteil vom 29.06,2020 und Begründung :
      Luxusuhren-Dieb muss ins Gefängnis

      Aussagen der Ex führen zur Verurteilung

      Diese Liebe hat Timo F. (33) kein Glück gebracht. Im
      Gegenteil. Die Aussage seiner Ex-Freundin (41) hat den Angeklagten am
      Montag für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis gebracht. Der Mann war
      bislang noch nicht vorbestraft. „Bewährung reicht in diesem Fall nicht
      mehr aus“, erklärte Schöffenrichter Michael Siegfried im Amtsgericht
      Hannover.

      Der Angeklagte wurde wegen Einbruchdiebstahls
      verurteilt. Am 16. August 2018 stahlen zwei Einbrecher 59 Uhren im Wert
      von etwa einer halben Million Euro. Sie gingen äußerst zielgerichtet
      vor. Der Einbruch dauerte kaum fünf Minuten. Die Täter stahlen nur die
      wertvollsten Uhren.

      Timo F. leugnete die Tat. Er war auch
      definitiv nicht bei dem Einbruch dabei. Das zeigen die
      Überwachungsvideos von dem Raum mit den Vitrinen und den darin
      befindlichen Uhren. Er hat aber den Einbruch organisiert, ist sich das
      Gericht sicher. Unter Eid sagte die Ex-Freundin im Gericht aus, wie sie
      mehrfach Gespräche von Timo F. mit einem (bislang unbekannten) Komplizen
      anhörte. So habe der Angeklagte gesagt: Ich kenne jemanden, der hat
      Uhren. Wir schicken die Jungs da rein.

      Und der Angeklagte wusste,
      wovon er sprach. Sein Vater war der beste Freund des Diebstahlsopfers
      (68). Vater und Sohn hatte der 68-Jährige die Uhrensammlung gezeigt. Die
      Zeugin teilte dem Opfer ihr Wissen mit. Sie erhielt 5000 Euro als
      Belohnung. Sie wusste auch, dass die Einbrecher per GPS-Sender unter dem
      Auto das Opfer ausspähten.

      „Die Zeugin hat konstant ausgesagt und
      hatte Detailwissen“, befand Richter Siegfried. Enttäuschte Liebe oder
      Eifersucht scheiden als Motiv für ihre Aussage aus. Der Angeklagte habe
      erklärt, dass die Trennung friedlich in beiderseitigem Einvernehmen über
      die Bühne gegangen sei. Die Ex bestätigte das.

      Das Opfer stellte
      Vater und Sohn Monate nach dem Einbruch zur Rede. Zwei Tage später
      brachte der Vater 49 Uhren zurück. Die wertvollsten Uhren (Wert etwa
      290.000 Euro) waren da wohl schon verkauft. Danach hat der Vater seinen
      Wohnsitz in Deutschland aufgegeben. Das Amtsgericht konnte ihm keine
      Ladung zustellen.
      Gruß

      Jimmy
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      Sir Winston Churchill

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      Vom Freund verraten zu werden läßt an den Menschen zweifeln.
      Es ist so oft passiert in der Vergangenheit, die Stasi-Akten sind voll davon.
      Heute ist es kein Stück anders, die Menschen ändern sich nicht.

      Eine bittere Geschichte. Ich wünsche Dir das Beste, damit Du Dein Eigentum zurückerhältst. An Justitia glaubt sowieso niemand mehr.