Günther Rall`s ( Jagdflieger 275 Abschüsse) Hanhart wird versteigert

      Danke für das Einstellen. :thumbup: Das ist sehr interessant. Die Uhr hat die Nummer 109 090 und er hat sie laut beiliegendem Schreiben zu Beginn des Kriegs erhalten. Das wirft wieder neue Fragen auf hinsichtlich der hier im Forum geführten Diskussion über die Datierung der ersten Hanhart Uhren bei der Truppe. ;)

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Dann nehmen wir die Diskussion eben wieder auf. Sobald ich mit den Welpen dazu komme nehme ich mir sein Buch wieder vor.
      VG, Günter
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin
      Lt. Rall wurde am 16.09.1939 von der Jagdfliegerschule zur 4./JG 52 versetzt.
      Das war sein Kriegsbeginn. Das Kal 40 und die SN würden, gemäß meinen früheren Überlegungen, diesen Zeitraum entsprechen.

      VG, Günter
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin
      Die Briten haben alles aufgeschrieben.. Sollte 1940 über England eine hanhart am Arm eines Piloten der luftwaffe aufgegriffen worden sein dann steht das irgendwo.. Haben wir nicht schon 1942 datierte Zifferblätter in frühen hanhart hier gesehen? Jemand connections nach GB? Grüße Dirk
      ich bringe wieder meine alte These an:
      zuerst gab es nur die Hanhart Kal. 40 und nachdem Tutima mit dem Doppeldrücker rauskam, stellte auch Hanhart auf Doppeldrücker um.
      Diese Umstellung erfolgte in etwa bei SN 114500. Und das dürfte in etwa 1941/42 erfolgt sein, was sich auch mit der Auslieferung des Urofa 59 Chronographen deckt. Logisch wäre es auch, wenn das RLM an Hanhart in etwa die gleichen Forgerungen gestellt hätte, wie für Tutima.

      VG, Günter
      "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
      Zitat: Karl Valentin
      Genau darum geht es bei der erwähnten Diskussion: die Datierung der Hanharts/Tutimas. Anhand der Zifferblattbeschriftung gibt es keine frühen Modelle. Frank Roesky, der Spezialist für alte Hanharts schlechthin, er hatte sehr viele Hanharts auf dem Tisch. Er bestätigt anhand seiner Dokumentation eine Datierung ab ca. 1942. Eine weitere Datierung lässt sich durch Soldbucheinträge vornehmen. Auch hier gibt es keine frühen Einträge wie z.B. 1939. Damit stehen insbesondere bei Hanhart die Herstellerangaben (1938/39) im Widerspruch zur systematischen Dokumentation.

      Hierzu ein wenig Material zum Thema:

      Datierung von Tutima Glashütte Uhren?

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Heißt das im Umkehrschluß, dass man über die Seriennummer nicht das Baujahr bestimmen kann? Wenn die Seriennummer von Günther Rall´s Hanhart 109090 aus der Zeit zu Beginn des Krieges stammt und die 100777 aus dem Jahr 1942, frage ich mich wann meine Hanhart mit der Nummer 106418 gebaut wurde. Bislang dachte ich immer sie stammt aus 1940.
      Images
      • 20190424_054021 (Large).jpg

        366.15 kB, 1,920×1,080, viewed 38 times
      Kann ich nicht sagen, da diese Uhr laut Aussage des Vorbesitzers noch nie einen Uhrmacher gesehen hat. Auf der innenseite des Deckels gibt es auch keine "Gravur" eines Uhrmachers.
      Die Uhr läuft. Ich überlege trotzdem sie mal zur Reinigung zu Frank Roesky zu geben.

      bubi999 wrote:

      Kann ich nicht sagen, da diese Uhr laut Aussage des Vorbesitzers noch nie einen Uhrmacher gesehen hat. Auf der innenseite des Deckels gibt es auch keine "Gravur" eines Uhrmachers.
      Die Uhr läuft. Ich überlege trotzdem sie mal zur Reinigung zu Frank Roesky zu geben.


      Dann würde ich die Uhr aber nicht mehr aufziehen und laufen lassen !!!
      Eine Frage an Euch habt Ihr schon einmal versucht den Produktionsbeginn der Hanhart Chronographen mit den Uhren der Kriegsmarine zu bestimmen.
      z.B. Anhand der Liste in Konrad´s Buch mit den Marine Nummern Seite 611-613 und den Uhren von Lange und Söhne hier sind alle Werknummern und Lieferdaten noch vorhanden.
      Ein Beispiel Lange Söhne B-Uhren Kal. 43 Werknummern 93500 + Marinenummern unter M 300 ausgeliefert 1939. Die KM Hanhart haben auch sehr niedrige
      M Nummern und liegen fast alle um die Werknummern 110000. Eine Frage ist hier leider dann ganz entscheidend wurden die Marine Nummern schon bei Auftragserteilung
      an die Hersteller übermittelt.

      Schöne Grüße
      Michi
      Ich habe eine IWC Taschenuhr der Kriegsmarine in einem Zustand vor der Auslieferung an die Kriegsmarine. Das M war vorgeprägt, die laufenden Nummer hätte noch graviert werden müssen.

      Hier gibt es einen alten Beitrag zu den Stückzahlen der Hanhart KM:

      Hanhart Kriegsmarine

      Gruß,
      Walter
      "Ich bin ein Höhlenbewohner. Die Zimmer mit Aussicht überlasse ich Ihnen" - G. Bachmann
      Hallo Walter,

      Die Marine Nummern müssen schon zum Teil vor Produktionsstart den Herstellern bekannt gewesen sein. Hatte mal die Hanhart KM Taschenuhr hier wird dir KM Nummer auf dem
      Innendeckel und dem Rand des Gehäuses wiederholt. Bei der Hanhart Taschenuhr ist noch das Problem sie galvanisch beschichtet wenn man die Nummer erst später einprägt oder
      graviert kommt das Messing zum Vorschein. Bei IWC geht das glaube ich hier ist das Gehäuse massiv Nickel habe selber noch eine Stoppuhr mit ausschließlich einem Adler und dem
      M auf der Rückseite wäre sicher auch mal ein interessantes Thema wann startete die Nummerierung der Kriegsmarine erst zu Beginn des Kriegs oder schon vorher.

      Schöne Grüße
      Michi