IWC Mark XI

  • Hallo Fliegeruhren-Gemeinde


    als ein neues Mitglied dieses Forums würde ich gerne euren Rat in Anspruch nehmen.
    Seit dem ich mich für Uhren interessiere, war die IWC Mark XI immer mein Favorit. Seit einiger Zeit bin ich nun auf der Suche nach einer passenden und vor kurzem habe ich folgendes Model gefunden. Leider gibt es kein Zertifikat und auch kein Stammbuchauszug, deshalb möchte ich so genau wie möglich diesen möglichen Kauf planen. Was ich schon herausgefunden habe, ist dass das Werk von 1950 ist , der Deckel hinten jedoch das Jahr 1952 besagt (sofern dieser echt ist). Das Gehäuse scheint poliert worden zu sein und die Zeiger sind neu und wurden sicher ausgewechselt. Das Ziffernblatt ist offenbar gut erhalten. Anbei werde ich ein paar Fotos hochladen und würde mich freuen, wenn ich eure Meinung zu dieser Uhr hören könnte.
    Besten Dank schon im Voraus.
    Nicolas

  • Sieht auf den ersten Blick alles gut aus. Meine MK 11 324/52 hat die Werknummer 1 214 XXX.


    - Deckel korrekt
    - Innendeckel korrekt
    - Werk mit Stosssicherung korrekt ohne Überprüfung der Nummer
    - ZB ist nach 1963, da T-dial
    - Zeiger korrekt
    ..usw.


    Gruß,


    Walter

  • Nicolas,


    vor einer Kaufentscheidung würde ich auf alle Fälle noch "Geronimos" Expertise abwarten :zwinkern:
    Aussedem spielt der Preis eine Rolle. Was soll sie denn kosten?


    Sorry Walter, aber Jimmy ist für mich im FTF der Mr. Mk 11:winken:


    Servus


    Günter

    "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
    Zitat: Karl Valentin

  • Danke für die schnelle Antwort. Der Verkäufer möchte knapp 3000 Euro haben, er weiss aber auch, dass für manche Mark 11 weit über 6.000 gezahlt wird. Das hat mich stutzig gemacht und daher meine Vorsicht mit dem Kauf. Diese Uhr scheint aus verschiedenen Teilen zu bestehen, die einzeln betrachtet aber wohl (hoffentlich) authentisch sind. Die Meinung von "Geronimos" würde mich tatsächlich sehr interessieren.
    Besten Gruss, Nicolas

  • Hallo Nicolas,
    unter 4k€ ist eine Mk 11 normalerweise nicht zu haben. Für mich zu viel für eine "normale" 3-Zeiger Uhr, aber das ist nur meine Meinung.
    Wenn eine Mk 11 für 3k€ angeboten wird, dann Vorsicht :lupe:
    Ich könnte auf den ersten Blick nur Vermutungen aufstellen, als lasse ich es.
    Ich würde mich (zwischenzeitlich) nicht unter Druck setzen lassen und mehr Meinungen einholen.
    Good luck
    Günter

    "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war."
    Zitat: Karl Valentin

    Edited once, last by Balu53 ().

  • Hallo Nicolas,
    alles scheint auf dem ersten Blick OK zu sein, auch dass das Werk von 1950 ist, ist nicht ungewöhnlich, da Werke im Vorraus produziert worden sind und nach Bedarf verarbeitet wurden. Ist der Staubschutzdeckel noch vorhanden, da er nicht mit abgebildet worden ist?


    Ob Werk zusammen mit Gehäuse ausgeliefert wurde, kann nur Dr. David Seyffer sagen, er ist Herr der Bücher bei IWC (Museumskurator), und super nett.


    Ich würde die Uhr unter Vorbehalt kaufen, mit Rückgaberecht wenn es sich im nachhinein als "put together" handelt.


    Das Zertifikat aus Schaffhausen kostet mittlerweile 280€, aber lohnt sich auf alle Fälle zu besorgen, erst dann ist man(n) beruhigt.


    Gruß


    Jimmy

    Gruß


    Jimmy
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    Don't talk to me about naval tradition. It's nothing but rum, sodomy and the lash.
    Sir Winston Churchill

  • Hallo Jimmy


    wegen dem Zertifikat habe ich mich auch schon erkundigt. Es wäre natürlich das Beste, ein solches anzustreben, aber da ich bei dem Preis eher davon ausgehe, dass es sich um eine "put together" Uhr handelt, zweifel ich etwas, die 280€ zu investieren.
    Angenommen, die Uhr würde aus verschiedenen Teilen bestehen, wäre der Preis noch angemessen?


    Besten Gruss
    Nicolas

  • Da bin ich vollkommen Walters Meinung, es muß ja gar nicht sein das die Uhr aus verschiedenen zusammen getragen wurde (Ich persönlich glaube die Uhr ist original)...


    Ich bin auch der Meinung das der Preis, gemessen am Risiko, angemessen ist...


    Go for it, bevor es ein anderer wegschnappt.


    Gruß


    Jimmy

    Gruß


    Jimmy
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  • Hallo zusammen,


    in der Zwischenzeit habe ich die Uhr gekauft und bin soweit sehr zufrieden damit. Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist sie in gutem Zustand und hat einen täglichen Vorlauf von ca 24 Sekunden pro 24 Stunden.
    Nun stehe ich vor der Entscheidung, ein Zertifikat zu beantragen oder das Geld doch lieber in eine kleine Revision in Schaffhausen zu investieren.
    Ist eine Revision eurer Erfahrung nach zu empfehlen oder sollte man besser nicht zu viel am Werk machen lassen? Wie genau laufen eure Mark XI, ist der Vorlauf von 24 sec noch im Rahmen und wie ist normalerweise die Gangreserve?


    Besten Gruss
    Nicolas

  • Da bin ich ebenfalls Walters Meinung, die Revision in Schafhausen kannst Du Dir sparen. Wenn Du ein guten preiswerten Uhrmacher brauchst, sende mir eine PM.
    Das Zertifikat aus Schaffhausen verleiht der Uhr aber beim Verkauf mehr Gewicht, ich würde es in Deiner Stelle machen lassen.


    Wenn die Uhr 24 Sekunden Vorlauf hat, deutet es darauf hin dass die Uhr eine Reinigung benötigt.



    Gruß


    Jimmy

    Gruß


    Jimmy
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    Edited once, last by Geronimo ().

  • ...das sollte ein witz sein. Zugegebenermaßen würde mich interessieren, welcher Hanswurst das "T" fabriziert hat. Ich habe die Uhr von einem Händler, der sie mir jederzeit wieder eintauscht, mag sie aber schon seit Jahren ganz gern, weil sie zumindest keine IWC-Kur absolviert hat.


    Gruss - h.-U.

  • Ich hätte nichts gesagt wenn es eine 48er gravierte gewesen wäre, aber eine 52er?


    Ich stehe gerade in Kontakt mit Thomas König und Adrian v d Meijden, ich werde mal da anfragen was sie davon halten.


    Gruß


    Jimmy

    Gruß


    Jimmy
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  • Thomas König hat sofort geantwortet, hier seine Meinung;


    Das T scheint mir jemand nachträglich appliziert zu haben. Erstens sind die Angaben zu radioaktiven Stoffen immer in einem Kreis gewesen. (encircled T, encircled P etc), zum anderen war das T nie so fett gedruckt, dass der Übergang von Aufstrich des T zu seinem Querstrich oben so „rund“ und „verwaschen“ ausfiel.


    Umgekehrt läßt sich das T bei diesen nachträglichen Aufdrucken meist vorsichtig abtupfen.


    Von daher: Die Uhr wäre ohne jedes T authentisch (dann aber nach 1963 nicht mehr ausgegeben worden) wie auch mit einem encircled T (dann auch noch nach 1963 ausgegeben). Dieses T dürfte wie gesagt nachträglich von einem Sammler oder Händler aufgedruckt worden sein, und zwar ca. Anfang der neunziger Jahre. Eine Wertminderung von Belang sehe ich darin nicht, zumal man es ganz vorsichtig abtupfen können dürfte (Aber Vorsicht: Wenn auf der Uhr noch alte Leuchtmasse ist [sieht eher nicht so aus], wäre das Radium und das sollte man weder einatmen noch schlucken. Wenn dann also nur unter Einhaltung einiger Vorsichtsmaßnahmen abtupfen).


    Thomas


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    PS. Thomas fragt ob es dazu eine Werknummer gibt?


    Gruß


    Jimmy

    Gruß


    Jimmy
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    Edited once, last by Geronimo ().

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