Breitling Co-Pilot: Es war einmal ein hässliches Entlein

  • Wie aus dem hässlichen Entlein, sagen wir mal, ein ansehnliches Schwänlein wurde.


    Als kleiner Junge war ich von einer Frau so fasziniert, das ich fest davon überzeugt war, wenn ich mal groß bin werde ich sie Heiraten. :love::rolleyes:


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    Die Jahre vergingen und mein "Star" wurde berühmter und war in vielen Filmen zu sehen.


    Einer dieser Filme war Fathom und viele Jahre später sah ich Fotos mehrerer Szenen aus dem Film und ich war wieder Feuer und Flamme.



    WOW, was ist das für eine Uhr? 8o


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    Ich machte mich auf die Suche und schnell fand ich heraus, es ist eine Breitling AVI 765 Co Pilot.

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    Im Netz fand ich ein paar wenige und die Preise waren „jenseits von gut und böse“, so wurde vorerst nichts aus der Uhr.



    Übrigens, das mit "Raquel" hat auch nicht geklappt.
    :D



    Die Zeit verging und dann sah ich doch noch eine, aber der Zustand war "sagen wir mal Bescheiden". ;(


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    Nicht günstig aber auch nicht „jenseits von gut und böse“ und eine der ganz frühen aus 1964 mit Seriennummer 989XXX.

    • Was soll ich tun?
    • Ist der Zustand wirklich so schlecht?
    • Ist die Substanz aufbaufähig?
    • Woher bekomme ich einen Zeigersatz?
    • Kriegt man die wieder hin?



    Nach Rücksprache mit einem Freund und Uhrmacher des Vertrauens, habe ich dann doch noch zugeschlagen.



    Nachdem mein Freund und Uhrmacher sich dem hässlichen Entlein angenommen hat und ein wenig Zeit investiert hat, kann die Breitling sich wieder sehen lassen.



    Vorher:

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    Nachher:
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    Wristshot:
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    Breitling AVI Co Pilot 765 "Raquel Welch"



    Und nun bin ich doch noch zufrieden, wenn es mit "Raquel" schon nicht geklappt hat, dann wenigstens mit der Uhr.
    :D


    Den originalen kleinen Zeiger des 15- Minuten Zähler haben wir zwar noch nicht gefunden, aber der alte wurde angepasst und erfüllt seinen zweck.


    Grüße und einen schönen Abend


    Michele

  • Servus Michele,


    tolle Uhr und die Vorstellung ist auch gut. Ich habe die "Raquel" bereits von dir in dem anderen UF gesehen. Die Stoppsekunde ist zwar nicht original, aber in meinen Augen sehr gut ersetzt. Die Funktionalität des Originalzeigers mit Leuchtmasse ist hier beim "best-pass" genauso gegeben und ich persönlich kann über die nicht ganz genaue Stimmigkeit des kleinen 4 mm Zeigers hinwegsehen. Kurz gesagt, bei einer so alten Uhr ist das ok und vielleicht läuft dir ja mal ein Originaler über den Weg ;)


    Viele Grüße


    Felix

  • Mea culpa - ja, ich meinte die Stoppminute so wie du sagst. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das unverhofft kommt oft - wenn es auch oft sehr, sehr lange dauert. Ich hab über Jahre nach einem original ZB von Hanhart geschaut und auch irgendwann aufgegeben. Und jetzt muss ich zugeben, dass ich wohl nicht lange genug gewartet habe und zu wenig Geduld hatte 8)

  • Es gab diese interessanten Uhren auch im Spiegeleigehäuse der Ref. 7652. Mit gut 48mm Größe ist sie eine richtige Fliegeruhr. Typisch für die Co-Pilot ist der 15-Minuten-Zähler. Im Innern arbeitet das bewährte Venus 178. Eine Yachting Version hat es auch gegeben: Breitling Co-Pilot Yachting 765 CP Gruß, Walter

  • ja diese Version gab es, jedoch - meines Erachtens - wurde
    bei der gezeigten Uhr die "Zeigerkombi" gegenüber dem
    Originalzustand verändert


    alle Totizeiger sollten die normalen "Blockzeiger" sein


    von rechts nach links schwarz/schwarz/rot


    Stunden- u. Minutenzeiger sollten komplett weiß sein
    (in Abhängigkeit vom Bj vermutlich open hands - bei früher Uhr,
    wofür die komplett eloxierte Luenette spricht)


    ein Umbau/Rückbau ist problemlos, zumal der seltene
    Pfeilzeiger (selten u. teuer) im rechten Toti die Angelegenheit leicht
    finanziert


    Gruß


    Stephan

  • Vermutlich wurden Minuten und Stundenzeiger bei einem Service mal getauscht. Man sieht verschiedene Zeigertypen an diesen Uhren: weiße offene, orangefarbene offene, orangefarbene geschlossene. So ganz weiß niemand, was Breitling wann, wie und wo verbaut hat. Deswegen bleiben die Zeiger so wie sie sind. ;)


    Gruß,
    Walter

  • Walter - ich wollte die Uhr auf keinen Fall schlechtreden


    ich habe die Anmerkung auch nur hingeschrieben, weil
    man selten eine Uhr kaufen kann, die (wenn wir jetzt
    mal davon ausgehen würden, dass meine These stimmt)
    zur Korrektur glech ein Teil "mitliefert", dass deutlich teurer
    ist, als der im weiteren erforderliche Teilebedarf


    Michele wäre seinerzeit auf Knien zu Dir gepilgert


    Dieses Co-Pilot Modell gab es in der Anfangsphase
    der big-case Gehäuse (Spiegelei) - die Gehäuse wurden schon
    gefertigt, als das Automatikkaliber (Buren 11) noch gar nicht
    100% einsatzfähig waren


    man baute halt auch die Handaufzugswerke in die großen
    Gehäuse - die Kunden wollten dann aber natürlich alle
    den Automatik-Chrono


    wenn Du Dir die Seiennummer auf dem Gehäuse anguckst,
    wird es eine frühe sein (1968, 1969)


    da waren es auch noch die schönen, schwarz eloxierten (!) Luenetten
    (und eben die open hands)


    selbstverständlich kann man sie auch so lassen


    Gruß


    Stephan

  • Alles gut. :) Bei Breitling gibt es immer Diskussionen. Die Uhr stammt aus dem Jahr 1968 laut Seriennnummer. Aber das muss nicht bedeuten, dass sie schon damals montiert wurde, denn diese Modelle verkauften sich schlecht. Und so wurden einige dieser Uhren erst zusammen gebaut, als Breitling schon schon in Schwierigkeiten war. Ich hatte schon einmal eine solche Uhr, ebenfalls in einem fast ungetragenen Zustand (siehe Bild). Diese Uhr hatte den scheinbar "korrekten" Zeigersatz aber einen Deckel mit einer anderen Referenznummer! Soweit ich mich erinnern kann war es der Deckel einer 1808. Auch dieses Beispiel zeigt, dass es bei den seinerzeit wenig nachgefragten Breitlingmodellen schwierig ist, den vermeintlichen Originalzustand zu beurteilen. Gruß, Walter

  • das mit dem "Zusammenbau" noch bei Breitling in schwierigen Zeiten ist sicher so und
    die Tatsache, dass nach der Insolvenz durch Ollech & Wajs, Sinn ... ebenfalls
    "Zusammenbau" betrieben wurde, macht es nicht leichter


    es ist einfach so gewesen und so einzuordnen


    nichts desto trotz:


    der entscheidende Punkt an Deiner Uhr ist für mich die eloxierte Luenette


    diese wäre bei späterem Zusammenbau vermutlich (!) gar nicht mehr verfügbar gewesen


    man darf sich auch durchaus fragen - insbesondere, wo Du jetzt ein zweites Exemplar
    mit dem Pfeilzeiger zeigst - warum gerade der auf dem Modell verbaut wurde


    kann ja durchaus sein, dass bei Montage wegen des rechten Totis mit der speziellen
    Gestaltung jemand analog zu den anderen Co Pilot Modellen jemand in's Kästchen
    mit den Pfeilzeigern gegriffen hat


    Gruß


    Stephan

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