..als die Zeit stillstand

  • Eine Uhr, die man in der Hiroshima " Prefectural Industrial Promotion Hall"
    nach dem Atomangriff gefunden hat.
    Sie stammt aus der Sammlung des Canon Black Museum - jetzt in meiner
    Hand.
    Das Vitrinen-[Blocked Image: http://www.hhpots.com/Hiroshima2.jpg]Bild zeigt eine Uhr aus dem Hiroshima Peace Memorial Museum .


    Gruß Horst


    [Blocked Image: http://www.hhpots.com/Hiroshima1.jpg][Blocked Image: http://www.hhpots.com/Hiroshima3.jpg]

  • Nein, finde ich nicht. Erinnerung zeigt sich manchmal an besonderen Relikten. Ich betrachte diese Uhr als Zeitzeugen für ein schreckliches Ereignis. Das Exponat ist abstrakt und konkret zugleich. Uhren stehen nun mal für die Zeit schlechthin und diese Uhr mahnt uns, nicht zu vergessen. Natürlich schwingt bei Fachleuten immer die Liebe zum Detail mit. Von daher ist die Frage nach der Strahlung berechtigt.


    Wir hier im Westen blicken mit Schrecken auf das belgische Atomkraftwerk Tihange. Gestern gab es in der ARD einen Bericht darüber. Der Reaktor ist nur ca. 60 km von Aachen weg und unser OB hat schon Jodtabletten ausgeben lassen. Von daher begrüße ich den Beitrag von Horst ganz besonders!


    https://www.tagesschau.de/ausl…hange-sicherheit-101.html


    Deutschland verzichtet auf ein Verfahren gegen Belgien.


    Gruß,
    Walter

  • Also ich bin da schon auch bei Günter. Ich kann mich mit diesem Thread nicht so richtig anfreunden. Insbesondere weil auch nicht ganz klar ist, ob diese Uhr im Weiterverkauf landen wird oder nicht. Solche Stücke gehören (aus meiner Sicht) in ein Museum....und nicht in den Privatverkauf!

  • Also ich bin da schon auch bei Günter. Ich kann mich mit diesem Thread nicht so richtig anfreunden. Insbesondere weil auch nicht ganz klar ist, ob diese Uhr im Weiterverkauf landen wird oder nicht. Solche Stücke gehören (aus meiner Sicht) in ein Museum....und nicht in den Privatverkauf!


    Das mag für viele Stücke gelten, die wir hier zeigen. Ist eine im Einsatz getragene Fliegeruhr nicht ebenso anstößig? Wenn es danach geht, dürfte man nichts mehr zeigen, was irgendwie mit Tod und Vernichtung zu tun hat. Ich habe es doch deutlich in meinem Beitrag dokumentiert: Wir haben gar nichts gelernt. Direkt vor meiner Haustüre rottet ein belgisches Atomkraftwerk vor sich hin und die deutsche Regierung schützt ihre Bürger nicht vor dieser Gefahr. Dieses Thema gehört eben gerade nicht nur ins Museum. Da ist es nicht für alle sichtbar und irgendjemand übernimmt die Deutungshoheit. Dieses Thema ist weltweit so aktuell wie lange nicht mehr!


    Gruß,
    Walter

  • Die Uhr strahlt nur ganz schwach - Felix.


    Zur Debatte:


    - Geschichte ausschließlich den Museen oder Institutionen zu ueberlassen ware meiner Meinung nach kein guter Ansatz - schon allein aus Budgetgruenden.

    - Wo, wenn nicht hier, sollte solch ein Post Platz haben duerfen? Aber ich verstehe schon - Katastrophen dieser Dimension sind sprengen unsere ethischen Grundhaltungen -
    diejenigen, die unter Nachwehen leiden, sind nicht die Allerschlechtesten. So gesehen ist jeder Kontrapost hier fuer mich absolut o.k.
    Insgesamt gesehen wuerde ich allerdings mehr fuer eine Haltung "Jenseits von Gut und Boese" plaedieren oder wie Walter das formuliert: "Das Exponat ist abstrakt und konkret zugleich. Uhren stehen nun mal für die Zeit schlechthin und diese Uhr mahnt uns, nicht zu vergessen" ....."Ist eine im Einsatz getragene Fliegeruhr nicht ebenso anstößig? Wenn es danach geht, dürfte man nichts mehr zeigen, was irgendwie mit Tod und Vernichtung zu tun hat."


    Gruß Horst
    [Blocked Image: http://www.hhpots.com/Hiroshima4.jpg]

  • Mal meine Meinung dazu....
    Gehört so ein Gegenstand (nicht nur Uhr) ins Museum?
    Meine Antwort: Ja, gehört es, aaaaber...... wenn man alles was heute noch existiert von solchen besonderen Ereignissen, dann sind die Museen bald mehr als voll.
    Dann müsste alles, jeder Teller, Tasse, Löffel, Gabel, der was besonders erlebt hat, alles müsste in ein Museum.
    Man muss also selektieren was man in Museen packt.
    Wenn es etwas wäre, das es in vergleichbarer Art so nicht wieder gibt, es dazu bedeutend für die Nachwelt und Forschung ist, dann sollte es in ein Museum.
    Das bedeutet für diese Uhr - gäbe es keine Uhr ober gar kein Gegenstand der dieses schreckliche Ereignis bis heute irgendwie überdauert hätte, dann sollte sie in ein Museum. Aber so......
    Schlimm fände ich jedoch wenn sie von Sammler zu Sammler wandern würde, weiter und weiter und nur noch Spekulations Objekt wäre.
    My 2 Cent dazu.

  • Betrachten wir das Ganze doch einmal aus einem anderen Blickwinkel: Angenommen die Uhr wäre von der Titanic...also auch ein höchstseltenes Stück (mit dem Hintergrund einer schlimmen Katastrophe) und damit (sofern man überhaupt diese Ansicht teilen kann) ein Kulturgut von allgemeinem zeitgeschichtlichen Interesse (das Bergen solcher Gegenstände wäre in diesem besonderen Fall schon sehr diskussionswürdig...erst recht wenn es anschließend in private Hände wandern sollte). Oder auch ein seltenes Gemälde von unschätzbaren Wert....warum sollen solche Stücke z.B. in irgend einem Tresor eines betuchten Sammlers landen und nur von diesem begutachtet werden können? Oder solchen Sammlern z.B. nur als Wertanlage dienen (was wiederum z.B. bei Gegenständen der Titanic sehr pietätlos wäre)?
    Solche Stücke, die zudem in diesem Fall noch einen mahnenden Charakter haben, gehören aus meiner Sicht immer auch der Allgemeinheit (ohne größere Hürden) zugänglich gemacht. Ob durch staatliche oder private Institutionen, das sei mal dahingestellt.
    Das kann man ausdrücklich nicht z.B. mit (den allermeisten) Militäruhren (die z.B. in Kriegen verwendet wurden) vergleichen, die in größereren Stückzahlen hergestellt wurden (und auch meistens noch in größerer Stückzahl vorhanden sind) und damit zeitgeschichtlich in keinster Weise mit solchen o.g. besonderen Stücken zu vergleichen sind. Und ich lege noch einen Cent drauf...just my 3 cents.. ;)

    Unter der kleinst'n Steppdeck'n...kann der größte Depp steck'n!

  • ...um die Sache auf den Punkt zu bringen: Es klingt mehr oder weniger durch, dass es Vorbehalte gibt, mit solchen Relikten Geschaefte zu machen.
    Nur: Hatte und habe ich nicht vor. Die Uhr wurde zweimal ueber ein englisches Auktionshaus angeboten. Das erste Mal wurde sie nicht verkauft - blieb liegen.
    Mir war es leid drum, dass sie irgendwo vergammelt - und denke, es macht Sinn, sie mal in Sammlerhaenden zu sichern.
    Eine Museumsautomatik fuer Gegenstaende solcher Art heißt nicht immer mehr Publizitaet und Wertschaetzung - wir leben in einer Zeit, in der man
    ueber moderne Medien eine hohe Wahrnehmungsdichte erreicht.
    Allerdings kann ich der Museumsidee auch viel abgewinnen. Sofern mir jemand eine Institution nennen kann, die ueber Provinzstatus hinausreicht,
    und Interesse an dem Objekt hat, bin ich gerne bereit, die Uhr zu spenden.


    Gruß Horst

  • Naja.... Dieses Museum hat nun nicht so viel mit Hiroshima zu tun. Auch wenn scheinbar deutsches Uran bzw irgendwelches Rohmaterial in weiterverarbeiteter Form bei diesem Atombomben verwendet wurden, so sehe ich in diesem Museum diese Uhr irgendwie fehl am Platz.


    Das wäre irgendwie so als würde ich meine Laco B Uhr hier in Edmonton dem Museum zB als Leihgabe überlassen wollen. Dieses Museum beschäftigt sich mit der Geschichte der kanadischen Luftfahrt.


    Ich selbst sehe bei dieser Uhr kein Problem sie in guten privaten Händen zu wissen.
    Ich glaube es gibt genügend sehr aussagekräftige Relikte in japanischen Museen und auch vieles in privater Hand. Zudem gehe ich davon aus, dass diese Museen zuvor von dem öffentlichen Verkauf dieser Uhr erfuhren und kein Interesse zeigten.

  • Beim edit versuch hängt sich mein Handy auf, dann eben so....


    Ich habe gerade gesehen dass diese Uhr aus einer Sammlung eines Museums stammt. Na dann.... Warum diese Diskussion?


    Halte die Uhr in Ehren und sehe sie als kleines Mahnmal

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