Abschlussbericht Absturz Ju 52 HB-HOT veröffentlicht

  • Der Anschlussbericht des Absturz der Ju 52 HB-Hot ist jetzt veröffentlicht worden.

    Fazit niederschmetternd schweres menschliches Versagen.


    Im Einzelnen.


    Riskante Flugmanöver der Piloten schon seit Jahren ( Hab ich selber auch miterlebt in den Allgäuer Alpen abkippen lassen der Maschine über die linke Tragfläche bei niedriger Fluggeschwindigkeit)

    Zu niedrige Flughöhe ( Keine Notreserve bei auftretenden Problemen)

    Zu geringe Fluggeschwindigkeit

    Fliegen wieder jeglicher Vernunft im Bezug auf Vorgaben verantwortungsbewusstes sicheres Fliegen.


    Abschlussbericht hier zu finden


    https://www.faz.net/aktuell/te…weizer-ju52-17171623.html


    Schöne Grüße

    Michi

  • Das ist bitter aber es war zu erwarten gewesen. Leider sind die Folgen dieses menschlichen Versagens fatal, denn eine ganze Branche ist dadurch in Misskredit geraten. Historische Aviatik steht überall vor dem Aus. Zu der oft schwierige wirtschaftlichen Lage gesellte sich das Killerargument, die alten Maschinen seinen unsicher. Unsicher ist allerdings lediglich der Mensch, der die Regeln der Physik missachtet:


    „Beim Betrieb des Musters Ju 52/3m g4e hielten sich vor allem Flugbesatzungen mit einer Ausbildung als Luftwaffenpiloten häufig nicht an allgemein anerkannte Grundsätze für eine sichere Flugführung im Gebirge. Insbesondere wurden systematisch sichere Flughöhen und Abstände zu Hindernissen deutlich unterschritten."


    Die Übermotorisierung militärischer Flugzeuge hat nach der Dienstzeit schon viele ehemalige Luftwaffenpiloten das Leben gekostet, erzählte mir mal ein ehemaliger Toronado-Ausbilder. Er selbst ist nach seiner Bundeswehrzeit nicht wieder geflogen.


    Gruß,

    Walter

  • Vorschriften in der Fliegerei wurden mit Blut geschrieben. Wer sich nicht daran hält, den ereilt das Schicksal eines Tages.

    Bitter, wenn dabei andere ums Leben kommen und als Kollateralschaden die besondere Fliegerei von Laien falsch beurteilt wird. Das gilt für die historische Fliegerei wie für Kunstflugvorstellungen gleichermaßen.

    Leider neigen wir besonders in Deutschland dazu, gleich alles samt und sonders als zu gefährlich zu brandmarken.

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