Urofa 59 - vorher nachher

  • Hallo FL,


    ich kann Dich gut verstehen, habe am Anfang meiner Begeisterung für die Urofa 59 auch eher zu den restaurierten Uhren tendiert, hatte Angst mir eine unüberschaubare Restaurationsarbeit an den Hals zu holen. Mir haben die auch viel Spass gemacht, hab mit denen auch Sport gemacht. Weil sie voll instandgesetzt waren sind die meist auch alltagstauglich. Dann dauert es nicht lange und sie bekommen wieder Patina...


    Die lange Aufzugskrone ist korrekt, die ist auch nicht vernickelt sondern immer massiv aus einer anderen Legierung als die Drückerkappen und das Gehäuse.


    Inzwischen bin ich aber mutiger geworden und suche immer nach authentischen Drumherum. Eine frühe Tutima sieht dann meist so aus, der Boden fast immer sichtbares Messing:


    Grüße und viel Spass mit Deiner Tutima!

  • Nur bleibt noch die Frage, ob jemand Erfahrung damit hat eine solche wieder 'neu' zu vernickeln (falls unter der Chromschicht nu doch nix Schönes mehr ist) !? "Matt vernickeln" wie gesagt.

    Viele galvanischen Betriebe machen das. Altes Nickel muss runter, das Matte kommt vom Strahlen, matt Nickel verhindert nur, dass das Matt wieder zugeglänzt wird (Glanznickel ist das Übliche).


    Aber, nach langer Erfahrung: bei galvanischen Betrieben ist es ähnlich wie vor Gericht und auf hoher See...


    Wenn das Nickel unterm Chrom noch gut ist - was zu erwarten wäre - könntest Du auch versuchen, das glänzende Nickel direkt etwas zu mattieren, z.B. mit einer rotierenden Drahtbürste.


    Frank

  • Hallo,...


    entchromen ist ja nun scheinbar eine recht einfache Sache.


    Nur bleibt noch die Frage, ob jemand Erfahrung damit hat eine solche wieder 'neu' zu vernickeln (falls unter der Chromschicht nu doch nix Schönes mehr ist) !? "Matt vernickeln" wie gesagt.

    Ein Bekannter hatte lange Kontakt mit einem älteren Herren der das sehr gut gemacht hat. Nur ist dieser nicht mehr in der Lage dazu und

    so die Frage, ob jemand in der Richtung einen Tip / Kontakt hat.


    Munter bleiben

    Werner

  • Ich weiß nicht, ob ich es hier schon mal gepostet hatte.

    Das Entchromen geht noch einfacher: Einfach ca. 5 Minuten in haushaltsübliche :) 30% ige Salzsäure legen.

    Die Säure stoppt, wenn Chrom weg und die Nickelschicht erreicht ist.


    Frank

    • Official Post

    Auch Aging durch Oxydation mit Essigsäure ist eine Alternative.



    Gruß

    Walter

    • Official Post

    Im Forum gibt es natürlich Hilfe. ;)


    cfk


    Gruß

    Walter

  • Moin moin Attack,


    eine Frage bzgl. der Tutima's:

    Wie Du schreibst, hast Du schon einige Uhren davon in den Händen gehabt.

    Ich habe eine, wo das Gehäuse nach dem Krieg mal verchromt wurde. Sieht man ja häufiger.

    Überlege schon eine Weile, bzw immer wieder, dies rückgängig zu machen.


    Entchromen ja nicht soo das Problem, nur was dann....? Hast Du in der Richtung auch Erfahrung? Einen Ansprechpartner für dieses

    "Mattvernickel (was scheinbar ein Problem ist!?) ?

    Würde mich über eine Antwort / Meinung sehr freuen.

    Beste Grüße

    Werner

  • Viele Meinungen wegen den Kappen. 40 Jahre Erfahrung mit jeder Menge Tutimas " zeigt das Erste Modell hat geschlossene Drückerkappen", wenn nicht

    dann wurden diese ersetzt, entweder schon im Krieg im Rahmen einer Reparatur oder in der Nachkriegszeit bzw. Heutzutage bei einer Überholung!

    Die gezeigten aus dem Buch von Knirim zeigen genau das!! Bin sicher das K.Knirim das weiß ;)

    Übrigens zum Bild von Flugstunde, diese Uhr ist 100 % komplett überarbeitet und neu Vernickelt die Drückerkappen ? Siehe Text 8)

    Attack

  • Zwei Nachträge und dann lass ich es auch gut sein: Die Glashütte Punze ist im Bodendeckel weiterhin drin, also ist es schon mal kein "neuer" Deckel und zur Erklärung, warum die Ausrichtung der Zahlen zwischen Deckelnasen anders sitzt: hier die Erklärungen zu Herrn Buse:

    "

    da die Bodendichtungen verschiedene Stärken haben und so der Boden ganz fest oder leichtfest angezogen werden kann.

    Meine Empfehlung: da die Uhren heute nicht mehr im militärischen Einsatz sind diese nicht überstrapaziert anziehen, hierdurch ergibt sich eine unterschiedlichen Bodenzahlenausrichtung."


    "korrekt, die Ätzung ergibt den jeweiligen Prägungsdruck des mehrmaligen Justierens bei der Einzelanfertigung.


    Gruß


    Peter-Jesko Buse"

  • Danke Frank....Vielleicht noch eine Anmerkung...Alle Drücker die nicht mindestens an den Kanten Abrieb bis aufs Messing haben sind ( vielleicht mit der Ausnahme extrem seltener NOS Uhren) neu oder neu Beschichtet. Auf Original Kappen ist meist fast keine Beschichtung mehr dank Kriegseinsatz. Ist die Kante unter der Beschichtung so scharf wie bei Deiner Uhr dann ist sie mit Sicherheit neu. Habe gerade mit Caspars Hilfe einen Nachbau Drücker aus dem Saarland so runtergenudelt, dass er auf eine 205tausender Tutima passt, übrigens eine geschlossene Kappe!

  • Ich hab drei Modelle aus der Zeit gesehen und bei allen das Gleiche? Sorry aber das ist doch kein Zufall.

    Es ist kein Zufall, wenn alle drei mal in der selben Werkstatt waren :)


    Da weiß man gar nicht was man sagen soll =O . Blätter doch mal im Knirim Buch eine Seite weiter dort sind

    Bilder dieser frühen Uhr vor der Restaurierung die als Beleg angeführt ist die Drücker mussten ergänzt werden weil die Uhr gar keine mehr hatte.

    Auch diese Uhr war offensichtlich in der erwähnten Werkstatt. Hier sind sogar die originalen Zeiger verschwunden und durch solche aus eigenem Fundus ersetzt worden.


    Gruß, Frank

  • Ich hab drei Modelle aus der Zeit gesehen und bei allen das Gleiche? Sorry aber das ist doch kein Zufall.

  • Da weiß man gar nicht was man sagen soll =O . Blätter doch mal im Knirim Buch eine Seite weiter dort sind

    Bilder dieser frühen Uhr vor der Restaurierung die als Beleg angeführt ist die Drücker mussten ergänzt werden weil die Uhr gar keine mehr hatte.


    Schöne Grüße

    Michi

  • ist das rechte eine Urofa? Wenn ist dss ja eine spätere, das Gehäuse ist nicht aus einem Stück wie ich das sehe

  • ja aber nochmal, dass beide frühen Urofas unabhängig von einander die gleichen Drücker haben und diese dann neu sein sollen....

  • 20211103_215232_copy_2016x908.jpg

    Wenn ich das richtig verstanden habe und man möge mich ggf korrigieren waren sowohl bei tutima als auch bei hanhart die Drücker Kappen zuerst geschlossen. Doof war, dass man sie unbeabsichtigt abdrehen kann und dann sind se weg. Deshalb hat man später die Konstruktion mit offenen Kappen umgestellt, da hat man (siehe original fast NOS späte Uhr links) das im Blick wie weit man da schon abgeschraubt hat und kann wieder fest drehen. Dazu müssen aber die gewinde im Drücker länger sein als vorher. Eine oft gesehene kriegs Lösung wegen nicht mehr vorhandener geschlossener Kappe ist ne offene auf ein gewinde für eine geschlossene zu drehen. Dann bleibt da aber ein Loch und man hat keinen Indikator (siehe rechts)... Und bei Dir sind die Kappen auf kurzen Schrauben

    und Nagelneu

    Grüße Dirk

  • Aber wäre doch ein komischer Zufall, dass zwei Uhren in dem gleichen niedrigen Nummernbereich die gleichen "überarbeiteten" Kappen haben sollen. Das kann ich ehrlich gesagt nicht glauben. Die Kronen sind ja auch gleich.

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