Posts by Zeppelin

    In Ergänzung zur den hier geposteten Infos zu Enicar hier mal die Palette an Fliegeruhren / Reiseuhren, die Enicar Ende 50iger Anfang 60iger angeboten hat. Dies ging von der Steward und Stewardess über die GMT und Worldtime bis hin zur Guide. Der Begriff "Jet" für Uhren mit der 24h Anzeige kam erst später und hat wohl "GMT" für die Art Uhren abgelöst. Die Guide stand schon immer ausserhalb der "Jet" Nomenklatur und einen Chrono mit 24h Zeiger war damals noch nicht im Programm; auch die Admiral mit zwei unabhängigen Zeitanzeigemöglichkeiten war noch nicht im erhältlich:


    Steward
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    Stewardess
    [Blocked Image: http://img139.imageshack.us/img139/6870/enicarstewardess.jpg]


    GMT
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    World Time
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    Guide
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    Zumdindest bezüglich der Preisgestaltung für Super Dives widerspreche ich Dir. Basierend auf intensivster Beobachtung des Enicarmarktes kann ich folgendes sagen: Super Dives - egal ob iirgendwelche angebliche Militärversionen oder nicht - werden nur dann deutlich höher als Euro 600.-- gehandelt, wenn sie in einem guten Zustand sind. Ruinen - wie auch die obige im EBAY Link - werden normalerweise in der Region von Euro 400.-- gehandelt. Der Militäraufschlag mag zwar von entsprechenden Sammelnr gezahlt werden, doch sind diese m.E. bezogen auf dei Gesamtzahl der Uhrsammler eine kleine Minderheit. Ich denke auch, der Standort der Uhr ist es nicht (ich habe schon Super Dives mit Standort Polen zu weit höheren Preisen gehen sehen - allerdings waren die dann in einem guten Zustand). Wenn in der letzen Zeit z.B. eine Super Dive (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAP…50412311766#ht_999wt_1166) dem alten Zeigersatz (wie sie auch oben abgebidlet ist) mit dem "militärischen" Boden, ohne irgendwelche militärischen Marken, zu einem weit höheren Preis verkauft worden ist, als Euro 600.--, dann war dies rein der Tatsache zu verdanken, dass die Uhr in einem hervorragenden Zustand war. Die militärische Qualifikation war da völiig egal - ja man könnte sogar die Behauptung aufstellen, dass die Uhr nicht wegen sondern trotz des angeblichen militärischen Hintergrundes soteuer verkauft worden ist - Grund, siehe oben. Alles in allem kann auch bezüglich der Super Dives die Aussage gewagt werden, dass in aller erster Line der Zustand den Preis diktiert und erst in zweite Line (wenn überhaupt) die militärische Verwendung der Uhr. Ich auf jeden Fall kann bei Super Dives mit militärischer Kennzeichnugn (vor allem dann nicht, wenn die so absolut diletantisch ausgeführt ist, wie oben aauch abgebildet) keine signifikant höheren Preise erkennen, die es rechtfertigten anzunehmen, bei den Uhren sei aktuell militärischer Einsatz vor Zustand das preisbestimmende Merkmal.


    Und die Frage der Authentizität interessiert eben nur den Militäruhrensammler. Fehlt dieses spezifische Interesse an diesem Hntergrund, dann sind solche Wunden wie sie die untere Uhr auf dem dritten Bild zeigt einem guten Verkaufserlös eher hinterlich.


    Gebrauchsspuren als ein besonderen Zeichen von Authentizität von Militäruhren anzugeben, ist m.E. ein wenig heikel. Solche Spuren des Gebrauchs sind sicher ein Merkmal von Toolwatches, die ihrer Bestimmung gemäss verwendet worden sind. Doch solche Spuren können genau so gut beim Einsatz der Uhr durch eine Berufstaucher etc. auftreten. Nicht vergessen sollte man, dass solche Uhren früher tatsächlichauch bestimmungsgemäss verwendet worden sind, anders als viele der heutigen Superdupertaucherdinger, die allermeistens allerhöchstens zum Desktopdiving Verwendung finden.


    Nebenbei, dass es Uhren gibt, deren preislicher Nimbus in aller erster Line auf ihren (z.B. militärischen) Einsatz und nicht auf ihre spezifischen Qualitäten (z.B. Werk oder so....gutes Bsp dafür ist IMHO die FF) aufbaut, weiss ich auch, Mene Ausführungen oben beziehen sich explizit auf die Super Dive.

    Habe den Faden erst eben gerade gesehen und es seien mir als Enicar Sammler auf die Schnelle ein paar Bemerkungen erlaubt:


    1. Die Super Dive war keineswegs eine für die polnische Marine reservierte Uhr. Bei der Uhr handelte es sich um ein reguläres Modell von Enicar.


    2. Wie damals üblich war die Stringenz in der Ausgestaltung der Modelle keineswegs derart konsequent wie heute, entsprechend sind viele authentische Modellvarianten bekannt (Zeiger, Zifferblätter, Drehringe). So gab es u.a. eine Variante mit weissem Zifferblatt.


    3. Meinem Informationsstand nach waren verschiedene Innendrehringe durchaus normal und die schwarzen Drehringe sind soweit ich herausfinden konnte, keine Austauschteile.


    4. Bei der Uhr mit dem anderen Zeigersatz handelt es sich um eine sehr frühe Variante der Super Dive. Von Fakevorlage (was für Fakes?) kann keine Rede sein. Noch sind keine Fakes der Super Dive bekannt (was nicht auch für "Militärversion" gelten muss - da leicht herzustellen).


    5. Es scheint so, als ob die Uhren an militärische Einheiten - wohl auf Wunsch - auch ohne jegliche Gravur oder Prägung (Muschel mit Perle in der Mitte, Detailangaben aussen) geliefert worden sind. Kostengründe?. Die zivilen Varianten haben authentischerweise sowohl Muschel und Perle, als auch die Detailangaben, wenn auch gerade letzter und längerer Tragzeit leiden können.


    6. Uhren, welche für den Wassereinsatz geeignet waren, wurden von Enicar entweder mit Stahlband oder aber mit Tropicband ausgestattet. Dies könnte durchaus auch bei Uhren der Fall gewesen sein, welche an militärische Einheiten ausgeliefert worden sind. Lederbänder werden es wohl kaum gewesen sein.


    7. Die im EBAY Link gezeigt Uhr mag authentisch sein bezüglich ihrer militärischer Herkunft (das kann und will ich nicht beurteilen) sie ist aber viel zu teuer (und wird schon ewig angeboten, auch jetzt noch) und vor allem ist sie in einem lausigen Zustand. Vor dem Werk graut mir nachgerade (dies alles mag den Militäruhrensammler nicht schrecken, schränkt aber die Wiederverkäuflichkeit bzw, den möglichen Erlös ein). Zwar sind diese Enicar Werke auch in günstigeren Uhren zu finden und so kann mit relativ geringem finanziellem Aufwand eine Schlachtuhr besorgt werden. Allgemein jedoch gilt, dass die Ersatzteillage sich mehr als düster präsentiert. Als besonders problematisch erweisen sich die Gläser. Zwar sind grössenmässig passende Gläser durchaus vorhanden, doch bei der Montage derselben lässt sich der Innendrehring nicht mehr bedienen. Die speziell notwendigen Gläser sind nicht mehr erhältlich und müssen ggf. speziell angefertigt werden.


    8. Gerade bei den Super Dives gibt es eine Kronendiskussion. Zwar ist die Mehrheitsmeinung der Ansicht, dass an die Super dive nur die grossen, geriffelten und gemarkten Kronen gehören können. Eine Minderheitsmeinung ist allerdings der Ansicht, dass von Werk her auch ab und an die „kleinen“ geriffelten und gemarkten Kronen verbaut worden sind (Gross / klein bezieht sich nicht auf den Durchmesser sondern auf die Dicke der Kronen). Die Verifikation der einen oder anderen Meinung ist bislang nicht gelungen.


    9. Gerde die so dilettantisch wirkende seitliche Versorgungsnummer führt dazu, dass solche Nummern ausgeschliffen werden – wenn professionell gemacht aus meiner persönlichen Sicht kein Verlust für eine so schöne Uhr wie die Super Dive ;-).


    10. Es sind Werksvarianten bekannt, die Super Dive ist auch mit dem Cal. 1165 und 165 (bzw. C oder D) gebaut worden. Diese Uhren sind authentisch.


    http://www.ranfft.de/cgi-bin/b…anfft&0&2uswk&Enicar_1165
    http://www.ranfft.de/cgi-bin/b…ranfft&0&2uswk&Enicar_165
    http://www.ranfft.de/cgi-bin/b…anfft&0&2uswk&Enicar_165C
    http://www.ranfft.de/cgi-bin/b…anfft&0&2uswk&Enicar_165D


    Im Anschluss noch ein Bild mit der bereits erwähnten Super Dive mit weissem Zifferblatt und einer weiteren Zeigervarianten:


    [Blocked Image: http://img171.imageshack.us/img171/3110/0enicarsuperdiveweisssc.jpg]




    Ein Link zu weiteren Enicar Infos:http://uhr-forum.de/enicar-uhren-t6725

    Ist das Bild so riesig, oder kommt das nur bei mir so rüber?


    Ist es so riesig, dann bitte verkleinern, das Laden dauert eeeeewig, sogar mit einer einigermassen schnellen DLS Verbindung.