Posts by cfk

    Liebe Hanhart Freunde,


    den Boden habe ich ja schon vorgestellt, jetzt ist sie aber wieder komplett und zeige sie mal vorher hinterher. Ja, diese alten Gläser haben es mir angetan, man denkt die fallen gleich von alleine raus. Tun sie aber nicht, die vertragen noch einiges: bleichen, polieren, aufarbeiten. Hab mich bei diesem Stück entschlossen, alle sichtbaren Fehler zu belassen. Der Drücker ist sicher fast so alt wie die Uhr, hat sogar Rest von Nickel drauf, obwohl die Kappe aus mehreren Teilen gelötet ist. Das Zifferblatt datiert sie auf 1943. Die Zentralsekunde könnte auch gut ein Ersatzteil sein. Die unterschiedliche Leuchtmassen in Stunde und Minute. Nichts ist perfekt, schon gar nicht nach 77 Jahren....


    Beste Grüße, Caspar

    Moin miteinander,


    diese Uhr wurde mir hier im Forum sehr sehr freundschaftlich vermittelt, es ist meine erste Speedy, Jahrgang 1971 und damit verdammt nah an meinem Geburtsjahr. Dabei waren Kaufbeleg, Garantiekarte, Box und noch ein paar Omega-Devotionalien... Die Uhr ist in sensationellem Zustand, die Witwe des Erstbesitzers sagt, sie lag nur im Schrank.... nun traue ich mich sie gar nicht zu tragen sondern staune sie wie Mondgestein an:

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    @ Frank,


    hört sich gut an, welche Konzentration hat technische Salzsäure?


    @ Werner,


    hab die Adresse gefunden, gehe davon aus dass ich die weitergeben darf, da er ja die Teile professionell. Schicke Dir ne p-mail.

    Moin Werner,


    habe leider auch keine Adresse zum Nachvernickeln. Man könnte aber mal bei dem Kollegen nachfragen, der in der Bucht die Kronen und Drückerkappen für Hanhart anbietet, die haben eine sehr authentische Vernickelung, ich hatte schon Kontakt mit ihm, ist sehr nett und hilfsbereit, er sitz im Saarland. Er hat mal ne Kappe für mich auf Wunsch angefertigt, die war Messing vernickelt. Der hat den richtigen Mann an der Hand....

    Zum Schluss sollte man die Salzlösung unbedingt wie Batteriesäure u.ä. an der örtlichen Sammelstelle abgeben: Cromsalze sind giftig. Weil sich Gase bilden (Chlor) unbedingt draussen machen, nicht im stillen Keller! Das Ganz habe ich nun schon ein paar Mal gemacht und es hat immer geklappt. Man muss aber dabei bleiben und ständig schauen, damit sich das Teil nicht vollständig auflöst....

    ... dann habe ich das Teil in ein kleines Säckchen mit Sand gesteckt und 5 Tage in der Hosentasche mit mir rumgetragen: es sieht dann irgendwann aus wie ursprünglich: leicht matter Nickelüberzug, natürlich mit den üblichen Schrammen:

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    ...in diesem Fall kommt der alte Nickelüberzug zum Vorschein. Dazu erstmal die braunen Rückstände mit alter Zahnbürste entfernen: sieht schon ganz gut aus:

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    Hallo zusammen,


    habe die Sommerhitze - Covid - Isolation genutzt mal wieder was zu basteln. Weils ein Militärteil ist hab ichs mal hier gepostet, sonst kann das auch gerne zu den Bastelnews geschoben werden Walter:


    ein Hanhart-Schraubboden eines Pfeillunetten Chronographen wurde irgendwann mal verchromt und dann weiter benutzt. Warum auch immer, vielleicht hat jemand das grüne Handgelenk gestört? Jedenfalls musste das Chrom wieder runter. Dazu braucht man einen Gleichstromtrafo mit 6 - 12 Volt, Kochsalz, eine Kunststoffschale, etwas Alupapier als Anode. Das Bauteil muss an Plus / Kathode, am besten man klemmt es zwischen zwei kräftige Drähte. Ein Teelöffel Salz in Wasser auflösen, in die Kunststoffschale geben, das Alupaier da reinkneten und über den Rand ziehen, ans Alu den Minuspol, ans Bauteil Plupol, ich habs mit 12V gemacht: einfach reintauchen und schauen was passiert: es bilden sich Blasen am Bauteil, die Lösung verfärbt sich erst grün dann braun. Alle 30 Sekunden rausnehmen und mit Wasser abspülen zum Checkk wieviel nocht drauf ist. Nach ca. 5 Minuten, also 5 Durchgängen ist der Chrom ab. Dann wird es spannend: was ist drunter: alter Nickelüberzug? Oder Kupfer (als Basis für verchromen oft verwendet), oder das nackte Messing?

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    Walter, das ist sehr interessant.


    Wir haben in der Vergangenheit mehrere Exemplare, welche sicher nach dem Krieg zu datieren sind mit den genietetem Originalband gesehen. Die Annahme, das sie nach der Währungsreform verkauft wurden halte ich für schlüssig: bis 1948 wurde nahezu keine Neuware verkauft, weder Fahrräder, noch Autos oder Uhren. Wenn ich meinem Vater Glauben schenken darf (was ich bisweilen nicht mehr kann ...), wurde bis 1948 alles per Bezugsschein oder auf dem Schwarzmarkt beschafft. Einen neuen Fahrradschlauch konnte man in Hamburg bis 1948 nicht mehr beschaffen, es sei denn man gab dafür eine goldene Taschenuhr oder ein Kilo Butter so sagt er...


    Mit der Gründung des Ministeriums des Innern in der DDR 1949 haben wir ein weiteres fixes Datum, zu welchem sich die Hanhart mit MdI Kennung gut eingliedern lassen. Wie Du selbst exzellent herausgearbeitet hast, sind dies wohl die ersten Beschaffungen nach dem Kriege.


    Das nächste gut dokumentierte Datum ist die Gründung der Bundeswehr 1955. Die ersten Hanharts für die Bundeswehr sahen bekanntlich anders aus. Aber von 1948 bis 1955 hat sich in der BRD ja auch viel verändert....


    Danke fürs posten der Werbung,


    Grüße,


    caspar

    Servus,


    so sahen die Restaurationen in den 1980 ern immer aus, wenn sie ambitioniert betrieben wurden: Gehäuse neu vernickelt, Zifferblätter neu bedruckt, Zeiger neu belegt. Nehme an die drei Uhren standen so Jahrzehntelang in einer Vitrine. Zu der Zeit war eine Urofa 59 "überholt" kaum unter 10 K DM zu haben...


    Grüße,


    caspar