U995 Typ VII C Atlantikboot "U-Fang-den-Hut" 1943 - 2013

      U995 Typ VII C Atlantikboot "U-Fang-den-Hut" 1943 - 2013

      Servus,

      als Gebirgler zieht mich das Meer ja schon seit Jahren magisch an. Ich komm ja direkt aus den Alpen und ich mag die Extreme. So fahre ich jedes Jahr gerne an die See. Dieses Jahr hat es mich das erste Mal an die Ostsee verschlagen, dem grossen Brackwasser Tümpel.

      Teil 1, Boot von Außen:

      Ich mache es mal so wie Sebastian Haffner und erzähle ein bissel was zu dem Boot ohne zu Recherchieren und Zitieren :zwinkern:

      de.wikipedia.org/wiki/U_995

      Typ VII C - Atlantikboot: Das Boot, U96, Willembrock, Buchheim, Geleitzug, Lorient, Kiel, Eckernförde, Graue Wölfe, nicht mehr zurück, ...

      2013 war es dann soweit und ich habe wieder einen Punkt auf meiner To-Do-Liste-in-Sachen-Museen abgehakt, weil ich das Marine Ehrenmal in Laboe besucht habe. Die Familie blieb auf Fehmarn und hat die Sonne genossen.

      "U-Fang-den-Hut" wurde 1943 vom Stapel gelassen und in Dienst gestellt. Das Boot zeigt schon Verbesserungen gegenüber dem älteren Booten. Aufgrund der Bedrohung aus der Luft wurde der Wintergarten ausgebaut, um zwei 20 mm und einmal 37 mm Flak unterzubringen und auf die 8,8 auf dem Vordeck wurde verzichtet.

      Das Boot ist schon sehr imposant, wobei nicht alle Rückbauten sehr genau gemacht wurden. Aber bei man sollte bei so wenigen übriggebliebenen U-Booten nicht zu genau schauen. Da man durch das Boot laufen kann, ist natürlich innen alles nicht sehr liebevoll hergerichtet. Alles dick lackiert, kaum original Instrumenten und v o r a l l e m keine KM Uhr :lupe:

      Hier ist noch der Link zu der Geschichte des Boots mit interessanten Bildern und vorallem hervorragenden Pananorama Bildern auf der Seite des Deutschen Marine Bundes deutscher-marinebund.de/u995_geschichte.htm

      Die Atlantik Schlacht und Operation Deadlight haben nicht viele übriggelassen. Das Typ IX Boot in Chicago steht auch noch auf meiner Liste :zwinkern:

      Ich habe natürlich das ganze standesgemäß mit einem Pils und Fischbrötchen abgeschlossen :zwinkern:

      Viele Grüße

      Felix
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      Post was edited 5 times, last by “EMIL” ().

      Teil 2, Boot von Innen - deswegen bin ich eigentlich dorthin :lupe:

      Hier ist eine kleine Vorschau, wie es innen ausschaut. Hier ist ein kleiner Vorgeschmack von Kriechbaums Arbeitsplatz. Da sah man den Obersteuermann in "Das Boot" immer stehen und arbeiten. Unser Kriechbaum hier aus dem Forum hat auch noch eine richtige KM Hanhart :gut:

      Der zweite Teil folgt später in den nächsten Tagen, da nachdem mein Auto in Kassel verreckt ist, kein Johann zur Verfügung war und ich erst verspätet zurückgekommen bin.

      Ich habe nach dem U-Boot das Marine Ehremal besucht und es hat mich sehr beeindruckt. Hier wird einem erst bewusst, wieviele ihr Leben lassen mussten für den Wahnsinn zweier Kriege. Ich stand vor der Schiffsschraube als eine Transall mit Flügelwinken vorbeikam. Nicht schlecht, Herr Specht! Laut und tief.

      Ich weiss, dass alle Marine Besatzungen antreten, wenn sie die Kieler Förde an Laboe passieren. Dass die Luftwaffe auch Ehrenbezeugungen im Vorbeiflug machen, war nicht bekannt. Sehr imposant, wenn ich die anderen Besucher im beobachtet habe
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      SMS Viribus Unitis 1911

      Post was edited 4 times, last by “EMIL” ().

      Schöne Fotos :gut:. Ich war vor 2 Jahren dort, als ich mit meiner Familie in der Nähe Urlaub gemacht habe. Das Boot ist nicht mehr so ganz im originalen Zustand. Trotzdem ist es sehenswert und vermittelt einen guten Eindruck. Wenn man sich vorstellt, mit so einer "Nussschale" auf rauher See zu fahren oder gar tief unten mit Wasserbomben... :schock:.

      Ansonsten erinnere ich mich gerade an den alten, aber noch immer sehenswerten Hollywood-Schinken "Überfall auf die Queen Mary" mit Frank Sinatra, wo die ein altes deutsches Uboot finden und wieder flott machen. Danach wird damit mal kurz ein Luxusliner überfallen... :grinsen:

      Unter der kleinst'n Steppdeck'n...kann der größte Depp steck'n!

      Post was edited 4 times, last by “Sternzeit” ().

      So, nun zum zweiten Teil. Die Fotos von Innen.

      Wie auch Sternzeit geschrieben hat, ist vieles nicht originalgetrau. Aussen erkennt man die Rückbauten ziemlich schnell durch lieblos aufgeschweisstes Metal und innen durch fehlende Instrumente oder dicke Lackschichten.

      Die Enge ist aber beieindruckend. Ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie da 45 Seeleute unter höchster Anstrengung im Krieg Dienst versehen haben unter Stress, Todesangst und Gleichgültigkeit ohne Frischluft und Frischwasser.

      Der Einstieg ins Boot ist Steuerbord Achtern und somit auch die Reihenfolge der Fotos.

      E-Maschinen Raum mit 2 BBC Elektromotoren und Heckrohr für einen Aal. Diesel Raum mit 2 x 6 Zylinder MAN Dieselmotoren. Uffz. Schlafräume vor der Zentrale. Die Zentrale. In den Turm wo sich der Steuerstand und das Gefechtssehrohr befinden, ist leider abgesperrt.

      Der Horchraum und Funkraum. Der Funkraum wird einmal im Jahr in Betrieb genommen, wenn die Battleship Memorial Group aus den USA die Museumsschiffe rund um die Welt anfunkt :zwinkern:

      Es gab zwei Toiletten, wobei eins davon Ersatz war. Maximale Tauchtiefe für die WC Anlage in Gebrauch war 25 m. Offiziers- und Spezialisten Schlafkojen. Bugtorpedo Raum und Unterkunft für 27 Seeleute.

      Ich hoffe, dass euch der Rundgang im Boot gefallen hat.

      VG Felix
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      SMS Viribus Unitis 1911

      Post was edited 2 times, last by “EMIL” ().

      Original von EMIL
      ... als eine Transall mit Flügelwinken vorbeikam. Nicht schlecht, Herr Specht! Laut und tief.
      Dass die Luftwaffe auch Ehrenbezeugungen im Vorbeiflug machen,


      Die Kutscher hätten doch ruhig mal hupen können :lachen:

      Vielen Dank für´s mitnehmen und den sehr informativen Bericht. :gut:

      Teil 3: Fotos vom Marine Ehrenmal

      Serrvus,

      ein paar Impressionen vom 1927 erbauten Marine Ehrenmal möchte ich euch noch zeigen und dann seid Ihr erlöst von meinen Bildern :teufel:

      Das Marine Ehrenmal in Laboe an der Kieler Außenförde wurde in den Jahren 1927 bis 1936 zu Ehren der gefallenen Seeleute des 1. Weltkriegs errichtet. Der Backsteinbau ist 85 m hoch.





      Blick vom Turm aus Richtung Laboe und Kiel. Leider war es etwas diesig, aber der Rundumblick ist grandios.





      Die Schraube der Prinz Eugen dominiert diesen kleinen auch so benannten Platz im Eingangsbereich. Als einziges unbeschädigtes Großkampfschiff wurde der Schwere Kreuzer Prinz Eugen der US Navy übergeben und wurde schließlich nach mehreren Atomversuchen versenkt. Die Schraube ist vor Jahren zurückgekehrt.







      HSK 8 "Kormoran", ein bewaffnetes und getarnter Handelsstörkreuzer der Kriegsmarine, hat den australischen Kreuzer HMAS Sydney angriffen und beide Schiffe sind im Laufe des Gefechts gesunken.

      de.wikipedia.org/wiki/Kormoran_%281938%29





      Jetzt bin ich am Ende meines Ostsee Marine Berichts. Von den Innenbereichen der Gedenkstätte habe ich bewusst keine Fotos gemacht, vor allem die unterirdische Krypta mit den Gedenksteinen ist sehr ergreifend. Viele sind auf See geblieben und man sollte nie vergessen, das Krieg immer das letzte Mittel sein muss.

      Mit besten Grüßen

      Felix

      SMS Viribus Unitis 1911
      Robert, deinen Bericht habe ich eben gelesen und finde ihn sehr interessant :gut:

      Ich habe endlich mal vier Tage am Stück frei und darum gibts heute die ungeschnittenen TV Fassung von "Das Boot" auf DVD :springen:
      SMS Viribus Unitis 1911

      Post was edited 1 time, last by “EMIL” ().

      Servus,
      da durch meinen alten Bilderserver alle Bilder nicht mehr sichtbar sind, lege ich sie nochmal auf den hauseigenen Server. So quasi als Vermächtnis ans Forum ;)
      Gruß Felix
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      SMS Viribus Unitis 1911
      U995 "Fang den Hut" von innen gesehen
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      SMS Viribus Unitis 1911
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      SMS Viribus Unitis 1911